Hanne: Die „Erste“ verliert in Sandersdorf, was ist da los? Hast du das Trainerteam schon zum Rapport bestellt?
Daniel Wirth: (Schmunzelt) Natürlich … nicht. Das würde den Eindruck erwecken, dass wir größenwahnsinnig sind und glauben unbesiegbar zu sein. Wenn wir den Gegner nicht 90 Minuten beschäftigen und ihm unser Spiel aufzwingen, hat jede Mannschaft dieser Liga Qualitäten auch uns weh zu tun. Wir sind mit der Trainerarbeit mehr als zufrieden.
Hanne: Jetzt mal Spaß beiseite. Insgesamt kann man ja wohl mit den bisher gezeigten Leistungen und auch Ergebnissen nach dem Jahreswechsel durchaus zufrieden sein, oder wie siehst du das?
Daniel Wirth: Absolut und wie der Trainer bereits richtig gesagt hat, sollte uns so eine Niederlage nicht vom Weg abbringen. Am Ende schärft so eine Niederlage auch wieder die Sinne und kitzelt im nächsten Spiel hoffentlich wieder die paar Prozente heraus, die im letzten Spiel gefehlt haben. Wir sind Tabellenführer der Oberliga, da kann man nicht unzufrieden sein. Ich denke die Jungs ärgern sich über unnötige Niederlagen am meisten.
Hanne: Auch das Reserveteam hat sich ja jetzt mit dem klaren Sieg bei Tapfer Leipzig, einen guten Abstand auf die Abstiegsregion erspielt. Wie zufrieden bist du hier mit der Arbeit von Markus Weise und seinem Team?
Daniel Wirth: Die ganze Abteilung Fußball freut sich über diese positive Entwicklung. Der Großteil der Jungs begleitet uns mindestens seit der Landesklasse und ist Teil der Aufstiegsmannschaft. Das Ziel war immer, dass die Jungs und das Trainerteam zusammenbleiben und sich in der nächsthöheren Liga weiterentwickeln. Das machen sie sensationell. Umso leichter fällt auch der Sprung in Richtung Oberligakader, wo der ein oder andere Spieler bereits Einsätze bekommen hat.
Hanne: Das Sorgenkind dieses Jahres bleibt hingegen die U19, die nach wie vor auf einem Abstiegsplatz in der Landesliga steht. Wie siehst du hier die Chancen den Klassenerhalt doch noch zu schaffen und was wird dafür notwendig sein?
Daniel Wirth: Es ist für uns schon wichtig, dass die A-Junioren die Landesliga halten. Unsere Philosophie ist und war es schon immer, Spieler von der U19 in den Männerbereich zu integrieren, damit sich diese dort Stück für Stück entwickeln und idealerweise in unserer U23 oder 1. Männermannschaft landen. Aber Schwankungen im Juniorenbereich sind für uns normal und wir müssen langfristig alles dafür tun, damit wir auch hier mehr Stabilität reinbekommen. Es sind allerdings auch in dieser Saison noch ausreichend Spiele, um den Bock umzustoßen. Auch hier habe ich Vertrauen in die Mannschaft und das Trainerteam.
Hanne: Mal abseits des Platzes, aber mindestens genauso wichtig: Im Gastrobereich des Stadions gab es eine Änderung. Du bist mit deinem Team aus dem Freizeitzentrum Hains dafür zuständig, dass es den Zuschauerinnen und Zuschauern am Spieltag auch kulinarisch an nichts fehlt. Wie zufrieden bist du mit der bisherigen Umsetzung der Aufgaben und sind für die Zukunft eventuell noch einige Neuerungen geplant?
Daniel Wirth: Wir freuen uns natürlich, auch hier im Stadion die Gastronomie betreiben zu dürfen. Unser Ziel ist es auch hier das Stadium an den Spieltagen, aber auch darüber hinaus zu beleben. Mit dem wunderschönen Gastraum haben wir viele Möglichkeiten, z.B. auch Geburtstagsfeiern, Tagungen oder andere Veranstaltungen auszurichten.


