Je näher die Saison sich dem Ende nähert, desto mehr hat man den Eindruck, dass unserer Mannschaft etwas die Puste ausgeht. Woran das liegen könnte, darüber kann man trefflich diskutieren. An der Personalsituation sicher nicht, denn die war in anderen Phasen der Saison schon wesentlich prekärer.
Das Trainerteam hat auch eigentlich nichts an der taktischen Ausrichtung der Mannschaft geändert und auch eine mangelnde Einstellung der Jungs kann man nicht feststellen. Es ist wohl einfach so, dass sich das Team in der Hinrunde in einen unglaublich positiven Lauf gespielt hatte, dabei auch das sogenannte Spielglück auf seiner Seite hatte und sich so ein großes Selbstbewusstsein eingestellt hatte, was die Truppe von Sieg zu Sieg eilen ließ. Fehlt dieses Spielglück nun in der Rückrunde immer mal und so ging dann die Leichtigkeit, die lange Zeit vorherrschte, etwas verloren, sodass das Team scheinbar mit Rückschlägen wesentlich schlechter umzugehen wusste.
Dies alles hat nun dazu geführt, dass der Staffelsieg in weite Ferne gerückt ist und mit nunmehr acht Punkten Rückstand, bei noch vier auszutragenden Spielen, völlig unrealistisch geworden ist. Vor allem auch weil Spitzenreiter Stahnsdorf sich keine Blöße gibt und weiter einsam seine Kreise zieht. Vielleicht ist das ja nun auch gut so und unsere Mannschaft kann wieder befreiter aufspielen. Sie hätte allen Grund dazu, denn das Team spielt nach wie vor die beste Oberligasaison seiner Geschichte und hat das mannschaftsintern vor der Saison gesetzte Saisonziel, 50 Punkte, schon locker erreicht und jeder weitere Zähler wäre eine Zugabe.
So stehen die Vorzeichen gegen den VfL Halle ganz gut, dass den Zuschauern sehenswerter Fußball geboten wird, auch weil die Spiele gegen die Hallenser in der Vergangenheit schon häufig torreich waren mit wechselnden Erfolgen für beide Seiten. In der diesjährigen Hinrunde konnte unsere Mannschaft, kurz vor Weihnachten, mit einem 1:0-Sieg in Halle die Herbstmeisterschaft fest machen. Wichtig wird heute sein, den Hallenser Torjäger Jegor Jagupov in Schach zu halten, der auch in dieser Saison die Torschützenliste anführt und das mit bereits 19 Treffern, ziemlich klar.
Auf der Gegenseite müssen unsere Jungs endlich mal wieder die Effektivität verbessern, die in den letzten Wochen doch arg zu wünschen übrigließ. Das Schiedsrichterkollektiv kommt aus dem brandenburgischen und wird angeführt vom Cottbusser Referee Jakob Scheibner. An den Linien wird er unterstützt von Steffen Seifert und Max Stramke. Wünschen wir unseren Jungs das sie ihre bisher herausragende Saison in den letzten Spielen auch noch positiv beenden können und vor allem in den beiden Heimspielen ihren treuen Fans noch einmal Siege schenken können.
A. Hannewald


