Fußball: "Nochmal enger in der Leistungsdichte"

SCF-Exklusivinterview mit Cheftrainer Christopher Beck

Das erste Heimspiel der Saison steht vor der Tür. Mit dem 1.FC Frankfurt steht ein Aufsteiger zum Heimstart auf dem Tableau. Im Gespräch mit Andreas Hannewald verrät Cheftrainer Christopher Beck, wie er die Liga in dieser Saison einschätzt, wie sich die Neuzugänge eingefügt haben und was er für möglich hält.

Hanne: Eine sehr erfolgreiche Oberligasaison liegt hinter dir und deinem Team. Wenn du zurückdenkst, bist du eher stolz auf die Vizemeisterschaft, mit der nun wirklich keiner gerechnet hatte, oder überwiegt dann doch eher die Enttäuschung dass man, trotz monatelanger Tabellenführung, am Ende dann doch noch abgefangen wurde?

Beck: Definitiv der Stolz auf das Team und dem Erreichten. Wir haben einiges dazugelernt und unseren Bekanntheitsgrad als Sportclub erweitert. Auch im Umfeld und der Infrastruktur wurde einiges bewegt. Von daher überwiegt das positive Gefühl, auch wenn natürlich die großen Stadien mit vielen Zuschauern reizvoll gewesen wären.

Hanne:  Nun beginnt schon wieder die neue Saison und es gibt so einige Veränderungen in der Liga. So kommen mit Meuselwitz und Eilenburg gleich zwei Regionalligaabsteiger hinzu und auch die drei Aufsteiger Dynamo II, Frankfurt und Weissenfels sind sicherlich alles andere als zu unterschätzen - im Gegenteil. Wie schätzt du die Liga ein, ist sie eher stärker oder schlechter geworden?

Beck: Du hast es schon vorweggenommen. Diese neuen Mannschaften bereichern die Liga und machen sie meines Erachtens nochmal etwas enger in der Leistungsdichte.

Hanne: Die Saisonziele deiner Mannschaft orientierten sich in den letzten Jahren ja nicht an einem bestimmten Tabellenplatz sondern lauteten immer mehr Punkte als im letzten Jahr zu holen und bisher wurde das auch immer erreicht. Nach der starken letzten Saison wären dazu nun aber ganze sechzig Punkte nötig. Hältst du das für möglich bei der starken Konkurrenz?

Beck: Ja ich halte es für möglich, aber wir wissen auch, dass vieles passen und zusammenkommen muss, um dies zu erreichen. Dennoch sollten Ziele schwer erreichbar sein, sonst ist es kein wirklicher Ansporn. Ich glaube die 50-Punktemarke würde uns gutstehen und ist wieder ein anspruchsvolles Ziel.

Hanne: Es gibt aber nicht nur Veränderungen in der Liga, sondern auch in deinem Team. Mit Matteo Hecker, Steve Zizka, Eduard Hofmann und Fabi Göpfert gibt es vier externe Zugänge und ausserdem rücken mit Robert Hendrich aus der U23 und Torwart Nico Seppelt aus der U19 zwei vereinsinterne Spieler in die erste Mannschaft auf. Wie zufrieden bist du mit den Jungs und hättest du dir noch die eine oder andere Verstärkung mehr gewünscht?

Beck: Wir sind sehr froh mit diesen ausgewählten Spielern aus der Region in die neue Saison zu gehen und dem Team damit einen neuen Input zu verleihen.

Hanne: Ausserdem wurde nach dem Weggang von Markus Scholz auch ein neuer Torwarttrainer gesucht. Wie sieht es da aus?

Beck: Enrico Kuntke hat diese Rolle übernommen und führt diese, neben Nachwuchsleitung und Mitarbeiter der Geschäftsstelle, mit aus. Wir freuen uns ihn bei uns im Team begrüßen zu können.

Hanne: Inzwischen ist ja nun auch schon das erste Punktspiel gespielt und leider mussten sich deine Jungs im Derby gegen Dynamo II unglücklich mit 0:1 geschlagen geben. Da war mehr drin, oder?

Beck: Im Endeffekt haben wir in der ersten Halbzeit zu wenig dafür getan - klar gab es kein Gegentor, aber die ein oder andere Möglichkeit haben wir dem Gegner zu einfach gewährt. Die zweite Halbzeit war ein offener Schlagabtausch, der leider dennoch zum Rückstand und zur Niederlage führte. Die Chance zum Ausgleich war da und unsere Moral absolut im Takt, was mich für die kommenden beiden Heimspiele positiv stimmt.

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