Fußball: "Wichtiger Schritt für persönliche Entwicklung"

SCF-Exklusivinterview mit Nico Seppelt

Mit Nico Seppelt hat der Sportclub einen ebenso jungen wie talentierten Keeper in seinem Torwartteam der Oberligasaison 2026 / 27. Seppelt, frisch aus der eigenen U19 ins Team von Christopher Beck gekommen, setzte sich intern im Kampf um die erste Herausfordererrolle von Stammschlussmann Matti Kamenz durch. Wie er den Konkurrenzkampf und das Miteinander mit Kamenz sieht, wie er sein Oberligadebüt einschätzt und was er in dieser Saison noch so vor hat, hat er mit Andreas Hannewald vor dem Auerbach-Spiel am Samstag, 14 Uhr in der WGF-Arena, besprochen.

Hanne: Du bist jetzt in der neuen Saison von der U19 zur ersten Mannschaft gestoßen. Kannst du hier mal kurz etwas über deinen bisherigen Werdegang erzählen?

Nico Seppelt: Ich habe mit vier Jahren angefangen Fußball zu spielen – damals noch bei einem Dorfverein, dem Höckendorfer FV. Dort habe ich fast meine komplette Jugendzeit verbracht. Nach der ersten U17-Saison entschied ich mich zum Wechsel in eine höherklassige Mannschaft, im Sommer 2023 nach Freital. Der Sportclub ist damit erst meine zweite Station überhaupt. Umso mehr freue ich mich, jetzt den nächsten Schritt in der Oberliga-Mannschaft machen zu dürfen.

Hanne: Nachdem der Platz als zweiter Torhüter in der ersten Mannschaft frei geworden war gab es einen Konkurrenzkampf, bei dem du dich am Ende durchgesetzt hast. Bist du stolz darauf? 

Nico Seppelt: Ich bin auf jeden Fall sehr froh, dass ich mir diese Chance erarbeiten konnte. Ich denke, dass das ein sehr wichtiger Schritt für meine fußballerische, aber auch für meine persönliche Entwicklung ist. Natürlich bin ich sehr stolz darauf, mich in diesem Konkurrenzkampf durchgesetzt zu haben. Gleichzeitig ist es für mich wichtig, mich darauf nicht auszuruhen, sondern die Chance jetzt zu nutzen, um weiter an mir zu arbeiten und mich stetig weiterzuentwickeln. Dadurch hoffe ich, mir weitere Einsatzzeiten zu erarbeiten.

Hanne: Jetzt ist deine Aufgabe, die Nummer 1 Matti Kamenz unter Druck zu setzen, um ihn zu Topleistungen zu zwingen. Wie ist eigentlich euer Verhältnis zueinander und was kannst du vielleicht noch von ihm lernen?

Nico Seppelt: Natürlich ist es jetzt meine Aufgabe, mich mit meinen Leistungen im Training und im Spiel zu verbessern und es somit zu schaffen, dass auch Matti davon profitieren kann. Ich denke, das bekommen wir beide ganz gut hin, indem wir uns gegenseitig pushen und motivieren. Das gehört im Fußball einfach ein Stück weit dazu und hilft uns beiden, das Beste aus uns herauszuholen.

Matti und ich haben ein sehr gutes Verhältnis zueinander und verstehen uns sowohl auf als auch neben dem Platz sehr gut. Matti ist ein super Torhüter, von dem ich noch einiges lernen kann und auch schon habe. Ich frage ihn im Training deshalb auch oft nach Verbesserungsvorschlägen und bin sehr dankbar, dass er gerade uns jungen Torhütern gegenüber immer ein offenes Ohr hat.

Hanne: Nachdem Matti zur Zeit beruflich verhindert ist, konntest du jetzt schon dein Debüt feiern. Erst im Sachsenpokal und zuletzt auch in der Oberliga. Warst du sehr aufgeregt?

Nico Seppelt: Ich bin natürlich sehr stolz darauf, meine ersten beiden Pflichtspiele für die erste Mannschaft absolviert zu haben. Ein bisschen Aufregung gehört im Fußball immer dazu, gerade beim Debüt in einer neuen Mannschaft und dann auch noch in einer ganz neuen Liga. Das Niveau in der Oberliga ist natürlich nochmal ein großer Unterschied zur U19-Landesliga, deshalb war eine gewisse Aufregung für mich auf jeden Fall dabei.

Umso mehr freue ich mich, dass es gut geklappt hat. Ich habe versucht, die Aufregung schnell abzulegen und mich auf mein Spiel zu fokussieren. Jetzt hoffe ich natürlich, dass noch einige weitere Einsätze dazukommen.

Hanne: Und wie warst du mit deinen Leistungen zufrieden?

Nico Seppelt: Ich war mit meinen Leistungen in den ersten beiden Pflichtspielen auf jeden Fall zufrieden. Im Pokal konnte ich mein erstes Spiel direkt ohne Gegentor beenden.

Auch mit meinem ersten Oberliga-Spiel war ich alles in allem zufrieden. Natürlich gibt es noch einige Dinge, an denen ich arbeiten und die ich verbessern kann. Aber dafür bin ich noch jung und gerade aus solchen Spielen und eigenen Fehlern kann ich viel mitnehmen. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass ich in dieser Saison noch einige gute Spiele machen kann, wenn das Trainerteam mich braucht und aufstellt.

Hanne: Mit vier Punkten aus den ersten vier Spielen ist die Bilanz der Mannschaft noch etwas durchwachsen, was glaubst du ist dieses Jahr noch möglich zu erreichen? 

Nico Seppelt: Ich denke, es ist nach vier Spieltagen noch ziemlich schwierig, ein Fazit zu ziehen und auf die gesamte Saison zu projizieren. Wir haben einen sehr guten Kader und geben jede Woche im Training Vollgas. Jetzt müssen wir es noch schaffen, diese Leidenschaft und Bissigkeit, die wir im Training zeigen, in den Spielen auch konstant über 90 Minuten abzurufen. Wenn uns das gelingt und wir als Mannschaft weiter zusammenarbeiten, bin ich sehr positiv gestimmt, dass wir in dieser Saison noch einiges erreichen können.

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