Im vergangenen Sommertransferfenster wechselte mit Paul Horschig ein regionalligaerfahrener Abwehrspieler zu unserem SC Freital. “Horsche” etablierte sich sofort als Führungsspieler und ist aus der Elf von Christopher Beck nicht mehr wegzudenken. Im Exklusivinterview mit Andreas Hannewald spricht der 25-Jährige über seinen Kontakt zum Cheftrainer Beck, zu schönen Abenden im Trainingslager und die Aussicht aufs Spitzenspiel am Samstag gegen den RSV Eintracht.
Hanne: „Seit dem letzten Sommer trägst du nun die Farben unseres Sportclubs. Wie kam es eigentlich zu deinem Wechsel nach Freital?“
Paul: „Mit Christopher Beck stand ich schon über eine längere Zeit in Kontakt. Da meine Freundin und ich ohnehin wieder näher bei Familie und Freunden in Dresden sein wollten, fiel die Entscheidung letztendlich leicht.“
Hanne: „Die letzten vier Jahre hast du in der Regionalliga für Chemie Leipzig gespielt. Kannst du hier etwas über all deine bisherigen Stationen erzählen?“
Paul: „Ich habe meine fußballerische Ausbildung beim Holtendorfer SV begonnen, spielte danach in der Jugend für Budissa Bautzen, SG Dynamo Dresden, SC Borea Dresden und FC Erzgebirge Aue. Später war ich für die erste Mannschaft des FC Erzgebirge Aue und VfB Auerbach aktiv, wechselte dann zur BSG Chemie Leipzig und per 2025 zum SC Freital.“
Hanne: „Zwei Jahre zuvor gab es bereits die ersten Berührungspunkte, als Chemie und auch der SCF im Wintertrainingslager im thüringischen Teistungen im selben Hotel untergebracht waren. Dort gab es dann auch ein Testspiel zwischen beiden Teams. Welche Erinnerungen hast du noch daran?“
Paul: „Das Trainingslager war sehr schön und wir haben die Abende immer gemeinsam verbracht. An das Testspiel kann ich mich nicht mehr genau erinnern, außer dass es auf Kunstrasen stattfand.“
Hanne: „Wie bist du im Sommer von den Jungs aufgenommen worden und wie gefällt es dir allgemein hier beim Sportclub?“
Paul: „Die Aufnahme im Team war sehr gut. Viele der Jungs kannte ich bereits aus früheren Vereinen, was den Einstieg natürlich erleichtert hat. Ich fühle mich hier wirklich sehr wohl.
Hanne: „Die Mannschaft spielt bisher eine herausragend gute Saison, woran ja vor allem auch die Defensivabteilung einen großen Anteil hat, mit gerade einmal sieben Gegentoren aus 13 Spielen. Hättest du das für möglich gehalten?“
Paul: „Als Defensivspieler ist mein Ziel klar: jedes Spiel gewinnen und dabei möglichst zu Null spielen. Wir wollen unsere bisherigen Leistungen bestätigen und konsequent weiter punkten.
Hanne: „Unser Trainer setzt ja auch immer wieder auf die Rotation, sodass es nur wenige Spieler im Team gibt die immer in der Startelf stehen. Du gehörst allerdings dazu. Ergibt sich daraus für dich auch eine besondere Verantwortung, mit deiner Erfahrung aus höheren Spielklassen heraus, den Abwehrverbund zu organisieren?“
Paul: „Ich versuche in jedem Spiel, meine bestmögliche Leistung abzurufen. Es freut mich natürlich sehr, dass das honoriert wird und ich bisher in jeder Partie von Anfang an ran durfte.“
Hanne: „Auch die taktische Ausrichtung hat sich schon mehrfach geändert, zuletzt wurde aber zumeist mit der Dreierkette agiert. Was ist dir persönlich eigentlich lieber?“
Paul: „Das System mit der Dreierkette liegt mir sehr. Wir haben diese Formation bei Chemie oft gespielt, daher fühle ich mich darin besonders sicher und eingespielt.“
Hanne: „Heute kommt es nun zum absoluten Topspiel, wenn ihr als Tabellenführer auf euren ersten Verfolger, die bisher noch ungeschlagenen Stahnsdorfer, trefft. Wie schätzt du die Chance ein die Punkte hier in Freital zu behalten und glaubst du das die Mannschaft auch in der Rückrunde ihre Erfolgsserie fortsetzen kann?“
Paul: „Das kommende Spiel wird definitiv eine Herausforderung. Aber wir wissen, was wir können und wollen die Punkte in Freital behalten. Wenn wir weiter an uns glauben, bin ich optimistisch, dass wir unsere Serie fortsetzen können.“


