Trainingslager

Vom 25. bis zum 30. Oktober 2020 haben wir für alle Sportler der Altersklassen 9, 10/11, 12/13 und 14+ das Trainingslager im Sportpark Rabenberg im Erzgebirge angeboten. Fünf Tage lang wurden hier wichtige technische, koordinative und konditionelle Grundlagen für das Trainings- und Wettkampfjahr gelegt. Allgemein stehen im Trainingslager neben den Wassereinheiten im 25- oder 50-Meter-Becken auch Athletikeinheiten, Waldläufe und auch spielerische Aktivitäten auf dem Programm.

Untergebracht sind die Teilnehmer, gemeinsam mit unseren Freunden vom SV Lok Görlitz, in einem eigens angemieteten Gebäude auf dem Gelände des Sportparks Rabenberg. Dort stehen Mehrbettzimmer zur Verfügung. Durch das Team des Sportparks wird ein reichhaltiges Frühstücks-, Mittags- und Abendessenangebot zur Verfügung gestellt, das gemeinsam in der Trainingsgruppe eingenommen wird.

Neben dem Sportlichen steht natürlich auch der Spaß und das Team im Vordergrund. In der Wochenmitte wird daher ein Ruhetag eingelegt, an dem gemeinsam etwas unternommen wird.

Von den Erlebnissen der Sportler berichtet der Trainingslager-Blog am Ende dieser Seite.

  • Eigene Bettwäsche
  • Warme Sachen (da auf dem Rabenberg auch gerne mal Schnee liegt)
  • Schwimmsachen (Badehosen bzw. -anzüge, Brillen, Badekappen)
  • Athletiksachen (Turnschuhe für Drinnen und Draußen, Hosen, T-Shirts)
  • Handtücher
  • Trinkflasche
  • Müsliriegel etc. für den kleinen Hunger zwischendurch
  • Teilnahmeerlaubnis Kletterpark

Wichtig: Bitte Namen bzw. Kürzel in den Sachen angeben, um Verwechselungen vorzubeugen

Trainingslager-Blog 2020

Unsere Erlebnisse vom 25. bis 30. Oktober 2020. Wer gern noch mehr lesen möchte, kann das auf der Seite vom SV Lok Görlitz tun.

Passend zum etwas verrückten Jahr 2020 herrschte auch bei der Rabenberg-Anreise verkehrte Welt: dieses Mal machte sich ein Reisebus aus Görlitz auf den Weg, während die Ex-Hainsberger-Neu-Freitaler in kleinen Privatfahrzeugen den Berg hinaufwuselten. Danke dafür! Auch wenn der nicht ganz so exponiert zu finden ist, erreichten doch die Meisten das Ziel, sogar recht frühzeitig, sodass bis zum ersten Training noch genug Zeit zum traditionellen Bettbeziehen als erste Herausforderung für die Jüngeren anstand (denn da sind die Bettbezüge noch deutlich größer als die Kinder).

Punkt (naja, nicht ganz) 16 Uhr machten sich dann die ersten auf ins Wasser. Die AK 12/13 treten mit entspannten 18 Personen zu den Einheiten an. Da ist viel Platz auf der Bahn. Dagegen haben die Großen nach dem Freitaler Aderlass der Jahrgänge 2006 und 2007 in Richtung AK14+ mit fast 40 Sportlern eine Truppe zusammen, die ordentlich Wasser aus dem Becken verdrängt. Hoffentlich nicht soviel, dass uns die Frischwasserzufuhr in Rechnung gestellt werden muss. Bleibt auch zu hoffen, dass sich Verletzungen aufgrund von Fuß an Gesicht, Arm an Arm oder Ferse an Hand möglichst vermeiden lassen. Trainer Uli Stapf wird sich mit dem zur Unterstützung für die ersten eineinnhalb Tage mit angereisten Christian da sicher was einfallen lassen. Das erste Training war in dieser Hinsicht auch noch entspannt, da die alljährlichen Videoaufnahmen gemacht wurden, die dann morgen unter den kritischen Augen der Trainer Auswertung finden werden. Gleiches stand der AK 12/13 am Abend bevor.

Fehlen noch die Jüngsten der AK 9-11: sie durften sich noch etwas länger mit dem Gelände vertraut machen und dann 17:30 bis 19:00 erstmal in der kleinen Halle das Wasser kennenlernen. Also im Großen und Ganzen das vertraute Programm, doch nach wie vor effektiv. Nun sind alle Sportler in ihre Zimmer verräumt worden und die Trainer lassen den Abend mit organisatorischen Spezialaufgaben aufgrund des C-Problems ausklingen.

Dazu noch ein paar Worte: die Maske gehört wie das Handtuch zur Standardausstattung, aber Traineren, Schlafen und (ganz wichtig) Essen funktioniert eigentlich fast wie zuvor. Wir arrangieren uns.

Und als kleiner Rückblick auf vorangegangene Trainingslager möchte ich an dieser Stelle noch die nur noch unter den Oldies bekannten Trainingslager-Songs der Jahre 2012 und 2013 (man munkelt, dass es eventuell eine Neuauflage geben könnte) verlinken:

Heute war der erste volle Trainingstag, und voll meint dabei auch wirklich volles Programm: die AK 9-11 und 12/13 hatten erste Tests zu absolvieren, für die AK 14+ und die 12/13 jeweils dreimal Wasser und einmal Athletik, die Jüngsten durften immerhin zweimal ins Wasser und einmal in die heiligen Hallen des Trockensports. Dazu kamen noch ein paar leichte Laufübungen nach dem Frühstück, um die jüngst eingespachtelten Köstlichkeiten entsprechend zu verbrennen. Überhaupt sind die Mahlzeiten die Konstanten der Tage, an denen sich die unterschiedlichen Gruppen (und Trainer) mal begegnen, nur Reden kann man nicht viel, denn der Mund ist ja voll.

Über den Tag gab es auch die Auswertungen der auf Speicherkarte gebannten Wassertechnik und der zugehörigen Kuriositäten (misslungene Wenden, ungewollte Leinenkontakte, Unterschreitung des Mindestabstands zur Kamera, zumindest kreative Tauchphasen). Bei einiger geübter Kritik muss man aber auch festhalten, dass auch schon viel gut lief - nur würde dessen zusätzliche Auswertung sicher ein zweites Trainingslager füllen. Große Reserven gibt es bei vielen Sportlern beim Wasserfassen in nahezu allen Schwimmarten; deshalb gab es direkt Schwerpunkteinheiten zu diesem Thema, zum Beispiel bei der AK 14 (unter großem erklärerisch-stimmlichen Einsatz des Trainergespanns), die anschließend noch mit Training unter musikalischer Untermalung der kürzlich von den Görlitzern gekauften Wumm-Box belohnt wurde.

Die Freitaler Sektion der ältesten Gruppe fand sich zu Redaktionsschluss gerade zu Gesellschaftsspielen zusammen, der Autor hörte nur Gesprächsfetzen, die das Gespielte nicht eindeutig definierten. Ist aber egal, scheint Spaß gemacht zu haben. Auf dem Berg ist es ansonsten relativ ruhig, auch wenn sich in den Schwimmhallen einige andere Gruppen tummeln. Morgen steht dann der zweite volle Tag an, das Programm ist gleichermaßen voll und wartet mit einigen Schmankerln wie Waldläufen oder Kraftraumeinheiten auf. Am Mittwoch ist dann halber Ruhetag - wenn es so weiter geht, ist der auch verdient.

Heute, nach der Hälfte der zu absolvierenden Einheiten in diesem Jahr, blicken wir bereits auf Einiges an Training zurück und haben glücklicherweise noch einiges vor. In den kommenden Tagen werden die Belastungen noch einmal steigen, aber bisher hält sich vor allem die AK 12/13 schadlos und auch bei den anderen Gruppen sind die Ausfälle aufgrund körperlicher Probleme nur marginal. Dem ein oder anderen Jüngeren merkt man die außergewöhnliche Situation weit weg von Zuhause etwas an, als kleine Zwischenmotivation gab es deshalb in der Nachmittagseinheit Querbahn-Staffeln in der kleinen Halle unter Beteiligung der Trainer - die Mannschaft Frau Illing hat diesen prestigeträchtigen Vergleich für sich entschieden.

Die AK 12/13 durfte sich heute auf den ersten Waldlauf begeben; Resultat wie innerlich leider schon erwartet eher durchwachsen - Schwimmer sind  Schwimmer und können mit Waldboden, frischer Luft und geschlossenen Schuhen anstatt Fliesenboden, Chlorgeruch und Badelatsch eben offenbar nichts anfangen. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, allein schon des Trainingseffekts wegen, und einige haben sich auch gut durchgequält. Positiver waren da schon die Leistungen im Wasser, beipielsweise bezüglich der Brusttechnik oder über 10 x 200 Freistil/Rücken oder 10 x 100 Lagen.

Die AK 14+ bekam personelle Unterstützung von Heimtrainer Julien, der sich für die restlichen Tage als Sportler ins Wasser begeben wird. Für die Großen stand außerdem noch die erste Einheit im Kraftraum an, und obwohl die Gruppengröße die räumlichen Kapazitäten nahezu erschöpfte, zog der Trainer am Ende ein positives Fazit (die Eisen wurden bewegt), auch dank der Unterstützung unseres Ex-FSNico, der seinen Urlaub für eine Woche mit der Rasselbande opfert. Dazu kam ein Brust- und Rückenprogramm, da sich vor allem die Brustbeinbewegung in der Videoauswertung als Achillesbein- äh -ferse entpuppt hat. Anschließend gab es noch Lockerung und Dehnung verordnet.

Morgen geht es dann für die beiden älteren Gruppen bereits vor dem Frühstück ins Wasser, während die Jüngsten länger schlafen können und nach dem Frühstück mit den anderen in die Freizeitaktivität vormittags starten. Es geht hoch hinaus in den Kletterwald, sofern es nicht wider Erwarten noch Regen geben sollte. Vielleicht hängen aber schon vorher einige in den Seilen. Am Abend wartet dann entweder das traditionelle Flutlichtfußball oder Spielspaß in der Turnhalle. Für Erstes hat sich bereits eine Interessengruppe von mindestens 26 Sportlern gebildet.

Die Trainer versuchen sich derzeit übrigens vermehrt in Versuchen des Lach-Yogas, um den Sportlern ihr Keine-Lust-ich-bin-müde-und-kann-nicht-mehr-habe-Hunger-mir-ist-kalt-mir-tut-was-weh-Gesicht für kurze Zeit in ein fröhliches Gesicht zu verwandeln. Klappt aber eher bei den Trainern selbst als bei den Sportlern. Woran das wohl liegt? Vielleicht finden wir das bis morgen heraus.

So, zur Halbzeit meldet sich auch die AK14+ mit einem kleinen Blogeintrag zu Wort. Trotz minimal einschränkender Bedingungen (Hygienemaßnahmen, riesige Trainingsgruppe) läuft das Trainingslager im Großen und Ganzen genau wie immer. Deshalb langweilen wir euch nicht mit den üblichen Beschreibungen des Trainungsalltages, sondern geben nur einen kurzen (natürlich völlig objektiven) Einblick in den psychischen Zustand der Gruppenmitglieder und Trainer:

Luis - vielleicht nicht der vertauenswürdigste Arzt, aber immerhin hat er die schnellste Verdauung von allen
Lotte - hatte heute Geburtstag ohne es zu wissen (27.10., schreibt's euch in den Kalender!)
Luca - zeigt ungeahnt vielseitige Qualitäten, sowohl als Entertainer, "Mann" von Ehre und Schwimmer (zumindest in Brust), sagt Ulli)
Nick - sitzt meist eingerollt am Beckenrand, hat aber lichte Momente und ist (zumindest bei Mafia) nicht so unschuldig wie er tut
Neumi - auffällig unauffällig, vorbildlicher Sportler und Getränkeversorger
Mojo - sehr seriöser Bürger, deswegen führt er auch nicht die Dummdosenstrichliste an (denkt er)
Enrik - ergründet das Mysterium der Apfelringe, Görlitz-Kollaborateur
Elias - erhält seinen Checker-Status aufrecht, die Ruhe in Person
Sina - will eigentlich immer nichts sagen (jedenfalls zu uns)
Angeline - eröffnete die erste Rabenberg-Fashionweek
Rhönrad & Aeneas - haben eine ganz besondere Beziehung
Alina - sollte eine Zehenamputation in Betracht ziehen, hat dafür möglicherweise ihre Berufung als Paparazzi gefunden
Anselina - kann zwar laut Ulli als einzige fast Schmett schwimmen, hat aber trotzdem schon eine gelbe Karte für Trödeln erhalten
Paula - hat schon mit geistigem Verfall zu kämpfen, u.a. Wortneuschöpfungen (Kabarabiner) und prophetischen Träumen 
Nora - steckt niemanden mit Coroner an, aber mit hässlichem Lachen
Christian - mag kein Instagram, dafür aber Schokopudding mit Oliven und weiteren Geheimzutaten
Julien - hat lange auf sich warten lassen, seine erste Einheit war das heutige Mittagessen
Ulli - findet uns und unsere Technik derbe belastend
Coroner - hat Angst vor der Sabine und hoffentlich auch vor uns

Zusammenfassend: "Die Jungs sollen sich mal Eier holen!", "das WLAN hat hier volle Lautstärke", Essen ist schmackotastisch und Training findet statt. Uns gehts super, liebe Grüße vom Rabenberg, eure alten Ofenkartoffeln der Badeparade.

Der heutige Mittwoch stand im Zeichen des Kletterparks. Dafür sprangen die Sportler (ausgenommen die Kleinen) sogar schon vor dem Frühstück ins Wasser. Danach musste es mit dem Frühstück schnell gehen, da der gemeine Kletterpark nicht für 85-köpfige Personengruppen, die gleichzeitig in die Höhe wollen, ausgelegt ist. Also verkürzten die Älteren ihr Training etwas und gingen bereits gegen neun Uhr in den Wald, später folgten die jüngeren Gruppen. Nach der Einweisung ging es für die Meisten erst in den Übungsparcours in moderater Höhe bis zwei Meter, bevor für die Geübten dann die etwas höheren Routen dran waren. Doch auch in großer Höhe herrschte dank technischer Aufrüstung nach dem Sturmschaden im letzten Jahr immer höchste Sicherheitsstufe und alle kamen heil und im Ganzen wieder unten an. Und die Gesichter verrieten Spaß in diesen gut zweieinhalb Stunden. Randanekdote: Sportlergruppen dieser Größe sind nur für Schwimmer möglich, Fußballer beispielsweise bekommen die Handhabung der Sicherungen und Karabiner wesentlich schlechter hin.

Anschließend ging es zum Mittagessen, das relativ kurz ausfiel, da bereits das nächste Training wartete. Die AK 12/13 absolvierte eine 3x1000m-Einheit (Kraul, bel. Wechsel, Kraul), die erst für lange Gesichter und ein entsetztes "wir schaffen das soch nicht?!" sorgte. Am Ende schafften es aber doch alle und kamen lebendig, wenn auch erschöpft wieder aus dem Wasser. Sophia mischte sogar ganz vorn mit und schwamm die zwei Kraul-Tausender in der fast exakt gleichen Zeit (18:30 min). Daumen hoch! Die AK 9-11 hatte einen 25-800-25-Kraul-Test und mit fast zwei Stunden Training eines der bisher längsten Wassereinheiten auf dem Programm.

Danach ging es zum Abendbrot (Chicken-Nuggets-Tag!) und es wartete eine weitere gemeinsame Freizeitaktivität. Die Fußballer, vorwiegend Vertreter der älteren Trainingsgruppe, machten sich im Flutlicht auf und versuchten, einen ordentlichen Fußball zu spielen. Gefragt nach dem Charakter des Spiels lachte ein Beobachter nur und meinte, die besten Fußballer wären die Kleinen gewesen, die anderen ziemich blind (mit Ausnahmen natürlich). Der größere Rest der Gruppe beschäftigte sich in der Sporthalle mit Hindernis-Brennball und Zweifelderball und auch das lief sehr gut und hat Spaß gemacht. Vor allem das zweite Zweifelderballspiel war hinsichtich der Dramatik das spannendste Ballspiel der letzten Zeit (subjektive Einschätzung des Autors).

Ansonsten heute: eine weitere Kraftraumeinheit, Getränkenachschub inkl. versehentlichem Abstecher nach Tschechien, kindliche Einmischung am Trainertisch, besonderes Abendgetränk. Morgen der letzte richtige Tag, dann geht es heim. Ein bisschen Training ist noch - wir bleiben dran.

Heute vorletzter Tag und letzter Abend, heißt auch vorletzter Blogeintrag 2020. Noch einmal volle Trainingsdröhnung in Schwimmhalle, Sporthalle, draußen und am Buffettisch. Dort ging es auch mit dem Frühstück los, bevor es in die Halle ging. Die AK 12 wiederholte ihren 4x50-Lagenfolge-Test vom Montag mit fast durchweg deutlichen Steigerungen, sowohl zeitlich als auch technisch. Und alle haben bis zuletzt mitgezogen, keine Ausfälle und eine super Trainingsmoral. Die Jüngsten versuchten sich im gleichen Test. Das einzige, was nicht passte, war das Wetter, dem strömenden Regen fielen die vormittäglichen Waldlaufeinheiten der AK 9-11 und 14 zum Opfer. Sicherlich nicht zum ausschließlichen Missgefallen seitens der Sportler, auch wenn sie bereits größtenteils zum entspannten Spaziergang an der Luft umgewidmet worden waren.

Nach dem Mittagessen, bei dem aufgelöster Schlumpf als Getränk kredenzt wurde, durften sich die Kleinen ihr Wunschtraining zusammenstellen. Vorgegeben wurden die Meterzahlen und die Sportler entschieden, welche Schwimmart geschwommen werden sollte. Danach gab es Spaßstaffeln und Partnerübungen, bevor es zum Abschluss in Vierergruppen ins Warmwasserbecken ging (dort sind derzeit nur vier Kinder gleichzeitig erlaubt). Bei der AK 12/13 stand als letzte intensive Einheit ein 10 x 100 HS-Test an, der ebenfalls erfolgreich absolviert werden konnte. Beim Athletiktraining (Dehnung, Lockerung, Spiel) fiel auf, dass das laute und für die Trainingskameraden verständliche Ansagen der Übungen ebenfalls noch Trainings bedarf. Danach gab es für die älteren Gruppen doch noch den ausgefallenen Spaziergang, denn das Wetter hatte sich dem fröhlichen Gemüt der Trainer angeschlossen und den Weg durch den Wald freigemacht, der kurz vor dem Abendbrot schon im Halbdunkel endete.

Am Abend gab es nach dem Essenfassen eine späte Einheit von 20:00 bis 21:30 Uhr: Die Großen hatten die Qual der Wahl: 60x50m Freistil Abgang eine Minute oder eine Stunde Schwimmen. 14 Sportler sind die Stunde geschwommen, 22 Sportler schwammen 60 mal hin und her. Von der ersten Gruppe seien beispielhaft seien für unsere AK14 genannt: Neumi mit 3785 Metern, Luis mit 3780 Metern, Enrik und Luca mit 3355 Metern und die Leihgabe vom USV und alte Bekannte Nora mit 3690 Metern (ist aber auch Rücken geschwommen und die anderen haben ihren Wasserschatten ausgenutzt [zur Einfügung dieses Passus wurde ich angehalten]). Trainer war zufrieden und von einigen positiv überrascht. Die AK 12 nutzte die letzte Einheit für Spaß per Querbahn und einen Staffelwettkampf, der denkbar knapp im letzten Start entschieden wurde. Die Kleinen hatten schon frei und nutzten die Zeit zum sich und die Taschen zusammenpacken, einige unterstützten das Trainerteam noch beim Zählen der Stundenschwimmer.

Morgen dann letzte Einheiten, Frühstück, Zimmer räumen, Gemeinschaftsstaffeln, Mittagessen und dann geht es schon heim, zurück in die harte Realität.

Der letzte Tag auf dem Rabenberg bricht bereits früh halb sieben mit der letzten Wassereinheit der AKen 12/13 und 14+ an, während sich die Jüngsten ausgiebig damit beschäftigen, ihre Sachen wieder vollständig in die Taschen zu bekommen. Als Belohnung erhielt jeder bei der Auswertung der Woche eine kleine Erinnerung an die gemeinsame Zeit. Für die mittlere Gruppe gab es die abschließenden 100x25 Freistil mit Abgang 40 Sekunden, die alle tadellos durchzogen, während sich die Großen in der 50-Meter-Halle vertun konnten. Es trafen sich dann alle beim letzten Frühstück ab 8:50 Uhr, parallel mussten davor und danach noch die Zimmer im Haus bis um neun geräumt sein. Etwas Konfusion stiftete ein verschwundener Zimmerschlüssel, der sich aber letztlich im Rucksack eines Sportlers anfand. So gingen alle Schlüssel wieder an den Rabenberg über, das Gepäck landete vorübergehend in Umkleideräumen des Haupthauses.

Nun war Zeit für das Gruppenfoto, für das diesmal mit Schnuffi-Tuch aka Maske posiert werden musste. Die zur Personenstrukturierung genutzte Treppe reichte nicht ganz aus, wir waren wirklich eine ganze Menge Leute. Ohne uns wird der eh schon ungewöhnlich leere Rabenberg heute Abend noch leerer sein (und ab Montag sowieso geschlossen). Danach ging es in die große Halle für abschließende Staffelspiele über die Querbahn, die die vierte der acht bunt gemischten Mannschaften (die zwischenzeitlich angenommene Existenz einer neunten Mannschaft führte zu einiger Verwirrung beim Auswertepersonal) in der Endabrechnung für sich entscheiden konnte. Es war alles dabei: normale Lagen, Tauchen, Rollen, Kombinationen, Sprünge, Beinestrecken; und alle strengten sich angesichts des Wettkampfs nochmal richtig an und sorgten so vielleicht doch noch für einen kleinen Zusatz-Trainingseffekt. Zum Schluss gab es noch ein paar Minuten freies Spielen im Becken, bevor es zurück in Dusche, Umkleide und dann in den Speisesaal ging, wo die Küche zum Abschluss ein Schnitzelmenü anbot, was auch entsprechend lange Warteschlangen hervorrief. Inklusive Beilagen, den häufig gelobten Puddings und Joghurts und der nötigen Portion Vitaminträger ergab das noch einmal ein richtig leckeres letztes Menü.

Danach verkümelten sich langsam alle, die Görlitzer verschwanden wieder im Reisebus, machten sich auf in Richtung Heimat und grüßten zum Abschied nochmal von den Polstersitzen, während die Freitaler auf den "heißen Stühlen" die Ankunft der Privatchauffeure erwarteten. Und so leerte sich auch Stück für Stück die Hainsberger Fraktion und das Trainingslager 2020 war mit Punktlandung vorbei. Durch den obligatorischen Stau auf der A4 sind hoffentlich alle gut gekommen.

Abschließend: der Trainingseffekt wird wohl ob der Umstände leider verpuffen, hoffentlich bleibt der ein oder andere Klick-gemacht-Moment bei der Technik (zumindest in der Erinnerung) erhalten. Und zumindest für die AK 14 ist aus sicheren Quellen zu entnehmen, dass es auch ein Erinnerungsbewegtbildwerk geben wird. Abgesehen davon war der Rabenberg in diesem Jahr jedenfalls für mich ein gallisches Dorf von Spaß und guter Laune inmitten von schlechten Nachrichten. Und das sehen glaube ich auch einige andere so. Vielen Dank für's Lesen und wenn alles gut läuft, sieht man sich im Trainingslager und hier im Blog nächstes Jahr wieder.

Euer Konrad (falls Görlitzer mitlesen: Konradus Maximus laut spontaner Umtaufung)

Trainingslager-Blog 2019

Eindrücke des Trainingslagers von Hainsberger SV und SV Lok Görlitz vom 20. bis 25. Oktober 2019.

Ich darf nun wieder täglich vom Berg berichten - was einmal eingerissen ist, wird man nicht mehr los. Also - hier folgt der erste Teil.

Traditionell machte sich der Hainsberger Teil der Trainingslager-Meute vom Hains auf. Die Sportler wurden auf die Sitze und die Taschen in den Stauraum des Busses gepackt. Nach der Prüfung, ob es in Einzelfällen nicht aus Versehen andersrum war, ging es schon gleich los. Unser Bernd steuerte den Bus gewohnt souverän bergauf Richtung Rabenberg. Normalerweise konnte man die Restdistanz zum Ziel an der Außentemperatur ablesen - diesmal war es aber nicht so, weshalb durchaus Zweifel aufkamen, ob wir uns wirklich auf die altbekannten Sportstätten zubewegten. Das Thermometer fiel kaum unter 22 °C, und selbst auf dem Berg waren es noch 17 - zur Erinnerung: es gab zu dieser Zeit auch schon 10 Zentimeter Schneedecke.

Das Haus acht war noch nicht ganz bezugsfertig, deshalb gab es eine halbe Stunde Leerlauf - macht aber nichts, warm war es ja. Wenig später ging es dann doch auf die Zimmer. Die AK 9/10/11 machte zunächst eine kleine Rundführung durchs Gelände - für die einen zum ersten Mal, für die anderen war es eine Wiederholung. Alle anderen durften bereits das erste Mal die Kruste abwaschen. AK 14+ machte Videoaufnahmen, während die AK 12 sich erstmal an die kleine Halle gewöhnte. Nach dem Abendbrot (gewohnt reichhaltig) ging es zur zweiten Wassereinheit, diesmal zwischen AK 12 und 14+ vertauscht. Für die einen war es zu anstrengend, den anderen war ihre (noch) Unterforderung anzusehen und -hören. Aber das wird schon... Auch die Jüngsten waren nun schon im Wasser und hatten außerdem die erste Landeinheit. Ins Bett ging es dann spätestens um zehn für alle, mit ausgeschaltetem mobilem Endgerät (neue allgemeingültige Regel für alle) - mal sehen, wie lange das gut geht.

Eine schlechte Nachricht gibt es noch: die Blog-Schreibwerkstatt (a.k.a. die Rabenberg-Bar) hat dieses Jahr dauerhaft geschlossen - der Fachkräftemangel macht nicht mal beim Verköstigungsgewerbe halt :( Aber es ist der erste Tag und (fast) alle sind noch positiv - also wird's auch so gehen.

Tag zwei, oder: der erste volle Tag, begann für die AK 14+ in der großen Schwimmhalle. Noch vor dem Frühstück ging es ins Wasser zur Gesamteinheit Nr. 3. Die AK 12/13 sowie die Ak 9/10/11 durften noch bis um sieben Ausschlafen und sich die letzten Reste des Schlafsands mit dem Frühstückstee aus den Augen spülen. Die ersten Tests standen an: für die AK 12/13 ging es über 4x50m Lagenfolge und die Kleinen mussten sich über die doppelte Distanz beweisen.

Die ersten krankheitsbedingten Ausfälle sind leider auch schon zu beklagen: bei Mojo spielt der Hals nicht mit und er versucht derzeit, sich wieder in Trainingsbereitschaft zu kurieren. Die anderen ziehen aber fleißig mit und die Stimmung ist meistens noch gut und optimistisch. Bei der AK 12/13 musste eine im Mittagstraining verhaltensauffällige Bahnbesatzung durch Vereinzelungsmaßnahmen beruhigt werden - und prompt wurde die Abendsession in der kleinen Halle zum Erfolg.

Nebenbei gab es die Auswertungen der gestern aufgezeichneten Videos, mit einigen altbekannten Reserven und einigen neuerkannten Phänomenen (Beispiel: einige Hainsberger Jungs haben eim Problem damit, die Beine beim Beinschlag aneinander vertikal vorbei zu bewegen...). beim Einen oder Anderen gab es tatsächlich einen A-Ha-Effekt und mitunter konnte man einige dieser Effekte auch im Praxiseinsatz beobachten.

Nebenbei wird bereits die Freizeitaktivität für Mittwoch geplant - hier hat uns der letzte stärkere Sturm mit der Auslichtung des Kletterwald-Baumbestandes einen Strich durch die Rechnung gemacht. Stattdessen wird es ein paar kleinere Aktivitäten im Gelände geben. Aber bis dahin wartet noch ein Dienstag mit Training in fast allen Elementen.

Am Dienstag war nun schon fast Bergfest auf dem Berg... und die Ausfallliste wird naturgemäß länger. Immerhin: diesmal kein Training vor dem Frühstück - zur Freude von Sportlern und Trainern. Die AK 12/13 und jünger durften sogar bis um acht ausschlafen und danach mit Brötchen, Milch und Obst in den Tag starten.

Die Großen (AK 14+) hatten fünfeinhalb Stunden Wasser- und drei Stunden Landtraining in Kraftraum und Turnhalle. Es wurde versucht, mit geringen Gewichten und hohen Frequenzen im Kraftkreis zu arbeiten, und offensichtlich hatte das ganz gut funktioniert. Das Training wird durch Rhönrads lautstarkes Wummgerät bereichert und es gibt aus Sicht des Trainers einige positive Überraschungen.

Bei der AK 12/13 stand neben zwei Wassereinheiten auch der heißgeliebte erste Waldlauf auf dem Programm. Aufgrund des doch schon anspruchsvollen ersten zweistündigen Rendezvous mit der 50-Meter-Halle etwas abgeschwächt, bot er doch genügend Gelegenheiten für verdrehte Augen, Stöhnen und Alibischmerzen (zur Entschuldigung: einige waren tatsächlich außer Gefecht). Beim Laufen machte sich dann bemerkbar, dass nach der vielen Bewegung im Wasser bei einigen die Fähigkeit zur Bewegung an Land gelitten hatte (siehe Bild) - andere wollten die Scham ihrer Leistungen nicht entdeckt wissen und zensierten kurzerhand das ofizielle Dokumentationsfoto. Am Abend gab es dann noch eine Einheit mit Lockerung, Dehnung und einer Runde Zombieball.

Die Kleinsten hatten zwei Tests zu absolvieren, zur Zwischenmotivation vor der Zwischenmotivation morgen gab es dann noch eine schwimmerische Einlage der Trainer auf der Querbahn der 25-Meter-Halle, sehr zur Freude der Sportler (zu den Empfindungen der Trainer liegen bis Redaktionsschluss keine Aussagen vor).

Kurz gesagt: alles beim Alten und Guten. Das Essen schmeckt. Das Wetter ist gut.

Hallo, Ak 14+ hier. Ich weiß, lange ist es her, deswegen werden wir uns jetzt auch mal wieder melden.

Der 4. Tag (Mittwoch) ist schon im vollen Gange, und doch fühlt es sich irgendwie erst wie der 2. Tag an. Ein wirkliches Zeitgefühl ist durch, das ständige Ins-Wasser-Gehopse, Schlafen und Essen, völlig verloren gegangen. Beim Wassertraining wurde uns das superwichtige, ständige "Hand-Eingeknicke" eingetrichtert und nach (leider) viel zu oft anstrengenden Aufgaben das laaaaaaaange "Brust-Strecklage-Geschwimme". Ansonsten wird immer wieder Raus und Rein geklettert (und mit Starts verbunden), sowie Sprints und sogar lange Strecken ins Wasser gebolzt. Die Folge: (natürlich) ätzender Muskelkater. Der Lichtblick ist jedoch immer wieder das Athletiktrainig, wegen des Gymnastikball-Hin-und-Her-Gewerfes (auch Ping-Pong genannt) und weil wir für zwei Stunden mal nicht an die kalte Brühe denken müssen. Einen kleinen Vorfall gab es bei Athletik aber schon, Zieges Wade ist einfach weggeflogen. Ein Glück konnte Anse sie wieder einfangen. Nachdem wir Dienstag überlebt haben (der wohl anstrengenste Tag) sind wir wieder positiv gestimmt und gut gelaunt, sodass wir die nächtliche Überraschung für die jüngeren planen konnten. Heute Vormittag hatten wir Freizeit, um ein bisschen Squash zu spielen, was super viel Spaß gemacht hatte, aber uns auch richtig zum Schwitzen gebracht hatte. Eine kleine Waldrunde konnten wir auch nicht auslassen, die frische Luft hat uns sehr gut getan, um auf andere Gedanken zu kommen. Nach dem Mittag haben wir uns heute nochmal ins Wasser begeben und nach zwei Stunden anstrengendem, aber auch schönem Training sind wir in den Kraftraum gegangen. Mit Rhönrads lautstarkem Wummsgerät konnten wir wieder die Gewichte stemmen und sind jetzt total tot. Später gehts noch zum alljährlichen Fußball und dann noch zu einer kleinen nächtlichen Runde durch den dunklen Wald.

Liebe Grüße eure Ak14+.

Gastbeitrag von Paula und Anselina

Donnerstag, letzter Tag. Hieß für die AK 12/13 und 14+ nochmal dreifach ins Wasser, einmal in die Turnhalle und einmal durch den Wald laufen. Die "Kleinen" hatten noch zwei Rechnungen mit der kleinen Halle offen, nach einem ausgedehnten Mittagspäuschen ging es auch nochmal in den Wald.

Sie absolvierten ihren letzten Test, die letzte Einheit war im Prinzip "nur" noch Techniktraining und beim Waldlauf standen 3,5 und 5,7 Kilometer zur Auswahl (Präferenzen waren eindeutig). Ab dem Abendbrot ging es dann darum, die Zimmer wieder in einen auszugsfähigen Zustand zu versetzen.

Die AK 12/13 machte sich am Morgen (die Trainer wurden von einer Horde Halbschlafzombies mit eingefallenen Gesichtern begrüßt) nochmal über die Delphinbewegung her, Mittags stand dann nochmal ein 10x100m-Stufentest in der Hauptschwimmart (O-Ton Lotte: Ich hasse Rücken!) auf dem Programm, ehe in der Turnhalle der anstrengende Teil des Trainingslagers mit einem kleinen, aber feinen Kraftkreis zum Ausklang gebracht wurde. Um wenigstens einen kleinen Hauch von Mitbestimmung auf dem Rabenberg aufscheinen zu lassen, standen beim Thema Waldlauf der "Drei-Kleine-Runden-Lauf" oder eine entspannte Wald-Wanderung zur Auswahl. Wenig überraschend war, dass die Gruppe der entspannten Wanderung größer war als die der Läufer. Überraschend war, dass sich die Wanderer sogar mehrheitlich für eine Verlängerung der Wandersrunde ausgesprochen hatte. Dabei entwickelte sich eine Tannenzapfenschlacht mit dem Motto "jeder gegen jeden", vor der weder Sportler noch Trainer gefeit waren (siehe Foto). Die Abendeinheit wurde zum Staffelwettkampf umfunktioniert. O-Ton Elias: Können wir meine Mannschft tauschen? Ich habe drei Mädels! (hat am Ende mit deutlichem Punktevorsprung gewonnen). Einfach mal dran glauben was der Trainer sich ausdenkt - ab und zu stimmt es schon mal.

Die AK 14+ hatte zum Abend noch die Wahl zwischen einer Stunde Kraul oder 60x50m Kraul. Dem aufmerksamen Leser fällt auf, dass bei zweiter Wahl die Kilometerzahl nach oben begrenzt ist, während bei erster Wahl der Distanz keine Grenzen gesetzt sind. Dennoch entschieden sich acht wackere Sportfreunde für die Stunde, und alle kämpften sich mindestens 66 mal längs durch die Große Halle (Rechenaufgabe!). Der Trainer war bei der folgenden Tagesnachbesprechung im Foyer des Rabenbergs (Bogenschlag zum ersten Tag: die Rabenberg-Bar ist immernoch zu) sichtlich zufrieden und lobte die durch das Foyer in die Schlafgemächer entschwebenden Sportler mehrfach.

Programm morgen: Schlafen, Aufstehen, Zimmer räumen, Wassertraining (außer AK 9/10/11), Frühstücken, Zimmer räumen, Staffelspiele mit allen gemeinsam, Mittagessen, Gruppenfoto, Bus einräumen, Abfahrt, Busfahrt, Ankunft, Heimkehr. Also fast geschafft. Der Eindruck ist positiv, mal sehen, was dann beim Wettkampf zum Vorschein kommt.

Auch wenn die erzählfreudigen Münder sicherlich schon schneller waren als dieser Blog, sollen hier noch kurz die Ereignisse des letzten Trainingslagertages dokumentiert werden.

Die AK 9/10/11 durfte bis um acht ausschlafen, während die AK 12 am letzten Tag erstmals zum frühestmöglichen Trainingsbeginn um 6:30 Uhr in der kleinen Halle antreten musste. Ein Hainsberger Zimmer hatte verschlafen und so trudelten die fünf Verspäteten nacheinander im Laufschritt und mit Entschuldigungsfloskeln auf der Lippe ein, während sich der Rest schon der eigentlichen Aufgabe widmete: den 100x25m Freistil, Abgang 40 Sekunden. Was sich erstmal viel anhört, wurde aber von allen souverän geschafft, sodass sich die Sorgen der Jüngeren (die diesen besonderen Abschluss nicht schon letztes Mal erleben durften) zerschlugen. Da jede der vier Reihen angepfiffen wurde, gab es also insgesamt 400 Pfiffe in gut einer Stunde und zehn Minuten - auch eine Form des Trainings. Im Anschluss wurde der Trainer mit Neumis geballter Zug- und Schubskraft ins Wasser befördert - war zu erwarten.

Die Großen hatten eine entspanntere Einheit, um 15 Minuten auf 6:45 Uhr verschoben, nach dem gestrigen Ausdauerspektakel. Danach ging es für alle zum Frühstück, das dieses Mal beschleunigt werden musste, da die Zimmer bis 9:00 Uhr aufgeräumt und verlassen werden sollten. Das ging sehr schnell, reibungslos und ohne viel Ermahnen (bzgl. Geschwindigkeit und Sauberkeit) - deutlich besser als im letzten Jahr (Lob folgte). Nachdem alle Görlitzer Gepäckstücke in den Kofferräumen der Kleintransportern und alle Hainsberger Gepäckstücke, zeitweise incl. zugehöriger Sportler, im Kinosaal zwischendeponiert worden waren, ging es zum abschließenden Gruppenfoto in die Sonne. Rhönrad konnte es sich nicht nehmen lassen, eine einigermaßen laszive Pose anzunehmen, die anderen grinsten ordentlich in die Kamera (bzw. die ausreichend ausgestatteten mobilen Endgeräte).

Nun stand die letzte gemeinsame Aktivität aller Gruppen an: in der 25-Meter-Halle sollte noch der Gewinner des imaginären Rabenberg-Pokals ermittelt werden. Dazu wurden mannschaftsweise Staffelvergleiche u.a. im Gesamt- und Beineschwimmen, Fußwärtsschwimmen, Schwimmen-mit-Rolle-Schwimmen, Mit-Kegel-auf-dem-Kopf-Schwimmen und Mit-AK9/10/11-Kind-auf-dem-Rücken-Schwimmen durchgeführt. Am Ende gewann Mannschaft 3 (endlich mal eine konkrete detaillierte Aussage). Und als ob knapp 90 Leute im Wasser nicht schon genug wären, wurden auch noch fast alle Trainer wieder ins Becken transloziert, unter anderem auch der bereits am Morgen Zwangsgewaschene. Dafür wurde dann Zurück-Ins-Becken-Geschmissen!

Zeit für's Mittag. Nachdem gestern Abend am Chicken-Nuggets-Stand teilweise bürgerkriegsähnliche Zustände geherrscht hatten, verlief das Beziehen des Mittagsmahls aus Rührei mit Kartoffeln und Spinat doch um einiges zivilisierter. Nachdem sich die Görlitzer schon etwas früher Richtung Heimat verabschiedet hatten (ist auch ein bisschen weiter weg), konnten wir eine gute halbe Stunde später auch mit dem Bus Richtung Freital aufbrechen. Die freitägliche A4 zeigte sich mal wieder von ihrer zickigen Seite und hatte zwischen Dreieck Nossen und Wilsdruff einen astreinen (aber nicht fahrzeugreinen) Stau erkrampft, den wir aber glücklicherweise mithilfe eindringlich vorgetragener Routenempfehlungen durch Stefan und seiner Garmin-Navigationsapplikation gekonnt umfuhren. Ankunft kurz nach 16 Uhr. Alle waren ganz schnell in den elterlichen Kraftfahrzeugen, schnell noch Durchtschüssen und dann war das Trainingslager 2019 schon wieder vorbei. Hat Spaß gemacht und sich hoffentlich auch gelohnt.

Damit verabschiedet sich der Autor für dieses Jahr. Wir lesen uns, so wahr der Termingott es wolle, im nächsten Jahr wieder.

Als Anhang nun noch einige getroffene Feststellungen:

  • Spremberg ist nicht die "Metropole der Lausitz"
  • Lotte und Sina werfen Schaumstoffbälle wie kleine Prinzessinnen
  • Die AK 9 lässt sich durch gruselige Nachtwanderungen nicht aus der Ruhe bringen, allerdings durch das dafür erforderliche Aufwecken
  • Je früher der Trainingsbeginn und belastender das Vorprogramm, desto mehr ist das Gesicht der Sportler zur Bulette geballt.
  • In Staffeln erlangen einige Sportler nie gekannte technische Fähigkeiten
  • Mit ausreichender Kraft geworfene Tannenzapfen können einen dauerhaften Schmerzreiz auslösen
  • In der AK 14 gibt es jetzt eine weitere Sportlerin mit bisher nicht gekanntem Wassergefühl (im positiven Sinn!)
  • Die Rundfunk- und Internetabdeckung auf dem Berg lässt zu wünschen übrig, dafür waren die Mahlzeiten leckerer als im Vorjahr
  • Nächstes Jahr wird vorsorglich ein vereinseigener Kneiper mit auf den Berg genommen.

Trainingslager-Blog 2018

Eindrücke des Trainingslagers von Hainsberger SV und SV Lok Görlitz in den Herbstferien 2018.

Anreisetag im Trainingslager - für die 38 Hainsberger mit Reisebustransport hieß das: 13 Uhr Versammlung an der Heimatschwimmhalle. Taschen verstauen, Sitzplatz suchen, Mutti umarmen, hinsetzen und los. Der Abschied verlief erstaunlich harmonisch, auch bei den Rabenberg-Debütanten aus der AK 9. Großes Lob an dieser Stelle, damit wurde die einzige Träne vom Blogautor vergossen, der sich angesichts erneut geringer Beinfreiheit im Bus dem Traum vom Nickerchen bei 100 auf der Autobahn aus dem Kopf schlagen musste.

Unser Busfahrer Herr Oertelt lenkte das sperrige Gefährt routiniert durch die Wilsdruffer Innenstadt auf den Sachsenhighway A4, der sich sonntäglich aufgeräumt präsentierte und somit flottes Vorankommen ermöglichte. Auch Baustellen in Aue und Schwarzenberg konnten uns nicht aufhalten - der Rabenberg warf alsbald seinen Schatten voraus. Bis zum Sportpark waren es nun nur noch sieben Kurven auf enger Asphaltstraße. Alteingesessene Rabenbergfahrer haben eben diese ca. vier Kilometer bereits berganlaufend hinter sich gebracht, mit dem Bus ging es da schon deutlich schneller. Nun wurden auch die Augen der Debütanten groß, denn es ist immer wieder erstaunlich, wie nach Kilometern von Wald ohne nennenswerte Zivilisation plötzlich wieder moderne Sportstätten auftauchen können.

Beim Auspacken des Busses halfen die Großen den Kleinen, so wie es sich gehört, also waren auch die Taschen, die schwerer als die zugehörigen Sportler waren, schnell zum Haus gebracht. Die Zimmerverteilung war dann etwas hindernisreich, denn in einem Zimmer fehlten Betten, dafür waren es an anderer Stelle ein paar mehr. Entwarnung - niemand muss unter der Fichte schlafen, alle sind verstaut. Die Trainingsgruppen sind weitestgehend unter sich, allerdings nicht die Vereine. Die mitgereisten Görlitzer wurden mit auf die Zimmer verteilt - es tut sicherlich allen gut, mal nicht nur im eigenen Trainingsgruppen-Sud zu schwimmen.

Die ersten Trainingseinheiten liefen gut, man merkte allen an, dass noch ein freier Samstag anstatt weiterer anstrengender Trainingstage hinter ihnen lag. Sowohl die 25m- als auch die ungewohnte große 50m-Halle wurden "eingeweiht". Das Highlight war aber natürlich - für Trainer wie Sportler - das Buffet-Abendessen. Die Jüngsten legten als zweite Einheit noch ein Athletiktraining an der frischen Rabenbergluft ab, während die Älteren nochmal in die "Brühe" springen durften. Am Ende begaben sich dann alle in die Kojen - ob auch alle sofort schlafen, steht zu Redaktionsschluss noch nicht fest...

Der Autor lässt den Abend jetzt in geselliger Runde ausklingen, bis morgen! Dort stehen bis zu drei Wassereinheiten pro Gruppe auf dem Programm und die übergreifenden Trainingslager-Wettkampf-Gruppen werden eingeteilt. Bericht folgt...

... hätte man sich angesichts des heutigen Trainingsplans denken können. Der erste volle Tag auf dem Rabenberg bot für die AKs 12/13 und 14+ gleich drei Wassereinheiten, dazu noch mindestens ein Athletik-Programm über 1,5 Stunden. Die AKs 9 und 10/11 hatten es mit zwei Wasser- und einer Athletikeinheit etwas leichter. Für die ältesten ging es heute bereits in der Dunkelheit von 6:30 bereits vor dem Frühstück morgens ins Wasser, bei den anderen stand vor der ersten Belastung im Wasser noch das Frühstück um sieben bzw. acht Uhr auf dem Plan.

Gleich am Morgen wurde die Schwimmtechnik über alle vier Lagen aufgezeichnet und im Tagesverlauf für jeden Sportler ausgewertet. Hier gab es viele Aha-Effekte in den Gesichtern der Sportler zu entdecken, und den meisten sah man in den darauffolgenden Einheiten an, dass sie ihre technischen Fehler auszumerzen versuchten, mitunter sogar bereits mit Erfolg. Aber auch wenn es bei einigen noch etwas länger dauert mit der Verfeinerung, ist der Grundstein gelegt. Für interessierte Eltern und die Sportler selbst wird es die Kurzvideos wahrscheinlich noch als Zusammenstellung geben.

Was gibt es noch? Die AK 9 war trotz des anstrengenden Trainings am Abend noch in bester Laune, nachdem am Tag doch die ein oder andere heimwehbedingte Träne geflossen war. Gesundheitliche Ausfälle sind bisher nicht zu beklagen, auch wenn die ständig strahlende Sonne und Tagestemperaturen bis 18 Grad Mitte Oktober dazu verleiten, die Kleiderordnung persönlich zum Ärger der Trainer etwas gelassener auszulegen. Außerdem wurden zum Mittagessen die acht Teams eingeteilt, die am Mittwoch und am Freitag zum Abschluss gemeinsam und gruppenübergreifend um den (jetzt von mir mal so genannten) "Rabenberg-Pokal" kämpfen. Die Nachtruhendisziplin war noch ein bisschen ausbaufähig, aber vielleicht führt die heutige Belastung ja von selbst zur Beruhigung in dieser Dauerbaustelle.

Damit aber nicht immer nur der gleiche zu Wort kommt, möchte ich noch ein par Stimmen einfangen:

Uli Stapf (Trainer AK 14+): Die Sportler waren mit sehr großem Eisatz dabei, und haben ihre technischen Aufgaben sehr gut gelöst.

Ringolf Herzog (Trainer AK 12): Alles liebe Kinder (zumindest bis jetzt, toi toi toi!)

Nora Flehmig (Trainerin AK 10/11): Wir sind schon drei Tests mit gemischten Ergebnissen geschwommen, aber die Stimmung ist durchweg gut, manchmal zu gut für ein Training.

Paula "Kraula" Wachtel (Stiefmutti AK 14): Ulli, Hainsberg-Pulli!

Noch ein paar persönliche Anmerkungen zur AK 12 von mir (den anderen wollte ich mit dem Fragen nach ausführlicheren Berichten nicht auf die Nerven fallen): unsere Zwölfer machen sich gut, hängen sich rein und beim ein oder anderen gibt es einen deutlichen technischen Fortschritt zu sehen. Neumi bekommt langsam seinen Kopf ruhig beim Freistilschwimmen, beim Schmetterling wird bei vielen endlich ins Wasser ausgeatmet, was dem Rhythmus unglaublich zugute kommt. Luis und Sarah kämpfen sich klasse durch und auch Elias und Mojo lassen hin und wieder eine gute Leistung gucken. Eigentlich hängt niemand durch und alle nehmen die Sache ernst. Die Görlitzer Jungs und Mädels sind auch eine sympathische Truppe und kitzeln unserer Reihe-1-Angeline gern mal an den Füßen. Kurz gesagt: macht Spaß!

So, jetzt aber genug für heute, der Autor muss morgen 6:15 aus den Federn. Da wird es dann etwas ruhiger, und dann ist auch schon bald Halbzeit in Breitenbrunn.

Der abendliche Bericht wird schon erwartet - also setze ich mich 21:50 in der Rabenberg-Sportsbar bei einer isotonischen Hopfenkaltschale an den Dienstags-Blogeintrag. Nach dem doch anstrengenden Wochenbeginn gab es heute ein paar Pausen mehr, die (vielleicht vor allem) auch von den Trainern für einen Mittagsschlaf genutzt wurden. Dafür waren die verbleibenden Einheiten dann umso intensiver, jede der drei großen Gruppen durfte zum Waldlauf an der frischen Luft antreten, die von unseren Athletik-Drillern Jonas und Frosina möglichst kräftezehrend gestaltet wurden. Als positiven Nebeneffekt lernten dabei alle die Umgebung schon etwas kennen, denn gute Ortskenntnis wird morgen bei der Mittwochs-Schnitzeljagd von Vorteil sein. Aber dazu dann mehr, wenn es soweit ist.

Der Sonnenschein weicht mehr und mehr einem bewölkten Himmel, die Betrübnis darüber lässt sich aber beim weiterhin üppigen Verpflegungsangebot wegfuttern. Die Küche empfahl heute als Tagesgericht Seelachs, auf den meisten Tellern landeten aber trotzdem wieder die Ausweich-Nudeln - Sportler eben. Falls also noch für das Wiedersehens-Festmahl am Freitag geplant werden muss: im Sinne einer abwechslungsreichen Ernährung nur keine Nudeln! Aber zur Freude der Trainer und sicher auch der Daheimgebliebenen fand auch das eine oder andere Lebensmittel aus der Obst-und-Gemüse-Kategorie auf das Porzellan.

Nun erneut ein bisschen Vermischtes aus den einzelnen Gruppen:

AK 9 weiterhin ohne dauerhafte Ausfälle - hin und wieder zwickt es mal irgendwo, aber am Ende des Tages ist das Lächeln auf allen Gesichtern zurück.

In der AK 10/11 sind Nikki und Helene heute freiwillig (!) 200m Schmetterling geschwommen. Wahrscheinlich schon zu viel Chlorwasser geschluckt, denn diese Strecke mutet sich eigentlich keiner freiwillig zu. Helene wollte es besonders wissen und legte die Strecke im nächsten Training gleich nochmal ins Becken. Die Motivation ist also da.

Die AK 12/13 durfte heute 6:30 die große Halle einweihen, eins der großen Dachgeschosszimmer schrammte nur knapp am Verschlafen vorbei, zeigte dann aber im Wassertraining wieder ansprechende Leistungen. Beim Waldlauf war Luis vorn mit dabei, und auch alle anderen gaben sich keine Blöße und ackerten sich dreimal durch die kleine Waldrunde. Nach der letzten Athletikeinheit war allerdings eine deutlichere Ansprache nötig, denn die Disziplin hatten einige dann wohl nach dem Abendbrot in den Restmülleimer entsorgt. Das wird hoffentlich morgen wieder besser. Notiz am Rande: neben Mojo-Moritz und Neumi-Moritz gibt es nun auch einen Görlitz-Moritz, der einen Bruder Max hat. Einen Max gibt es auch in der aktuellen AK 12. Das schelmische Potenzial dieser Gruppe ist also zu erahnen.

Die AK 14+ ist in meinen Ausführungen immer etwas unterrepräsentiert, allerdings arbeiten einige wohl an einem Gastbeitrag zu diesem Tagebuch, sodass diese Lücke hoffentlich die Tage etwas geschlossen werden kann. Als Informationen erreichten mich heute: es herrscht Resisdenzpflicht ab 22:30 Uhr, und eine Sportlerin hat es Trainer Uli aufgrund ihrer Technik ganz besonders angetan. Wer das ist, wird vielleicht am Ende verraten.

Es ist 22:18, Bierglas und Rabenberg-Bar fast leer, Deutschland-Frankreich 1:1. Könnte schlechter laufen.

Nach den ersten zwei vollen Trainingstagen auf dem Rabenberg melden sich die Sportler der AK 14+ auch mal. Nach einer entspannten Busfahrt am Sonntag mussten wir uns nach einer Woche faulenzen wieder in das kalte Rabenbergwasser begeben. Ein kurzer Zwischenfall geschah am Abend im Haus 3: Während der ersten täglichen Föhnparty wollte der Strom nicht mitspielen und fiel kurzzeitig aus. Dank des liebenswürdigen Hausmeisters konnte das Föhnen weitergehen, anschließend fielen alle Sportler in die Kojen.

Am nächsten morgen standen Technikaufnahmen auf dem Trainingsplan. Durch den Lieblings-Uli und den allerliebsten Rooooooobert gab es viele „Achsooo“-Momente (Lg an Maxim den Dachs). Der Tag war lang und anstrengend, doch am Ende des Tages veranstalteten ein paar Sportler des HSVs und Tommy Lee einen Spieleabend. Nach ein paar Runden „Nachts in Palermo“ und weiteren Denkspielen besuchte uns der Stargitarrist HP Baxxter. Jedoch wurde durch die laute Gitarre und den schiefen Gesaaaang die Nachtruhe einiger Sportler gestört, was den Trainern natürlich nicht entgangen ist. Nach einer Ansprache am Morgen und weiteren verschärften Regeln wurden wir erneut in die kalte Brühe gescheucht und im Kraftraum wurden wir natürlich auch nicht verschont. Die letzte Einheit des Tages genossen wir alle zusammen, da Nora uns heute wieder verlassen musste. Auf weitere qualvolle, aber fetzige Tage.

Liebe Grüße eure Sportler der Ak 14+.

Der heutige Mittwoch hielt wieder einiges für die Sportler bereit. Nach den ersten Trainingseinheiten für die AK 12 und älter am Morgen stand nach dem Frühstück die gemeinsame Schnitzeljagd der acht Trainingslager-Wettkampf-Teams auf dem Programm. Hier galt es insgesamt neun Stationen zu bewältigen, die sowohl sportliche als auch Denkübungen enthielten. So musste sich beispielsweise nach Alter sortiert werden, ohne zu sprechen, es musste eine selbst gewürfelte Rundenanzahl gelaufen werden, gemeinsam Rücken an Rücken aufgestanden und hingesetzt oder genau hingeschaut werden, um im Wald versteckte Kleinigkeiten zu entdecken. Die schnellste Mannschaft brauchte knapp über eine Stunde für alle Stationen. Alle waren mit großem Einsatz dabei und kämpften um jede Sekunde. Eine willkommene Abwechslung zum "Trainingsmodus" der letzten Tage.

Anschließend ging es zurück zu den Trainingsaufgaben. Die AK 10 absolvierte den 800m-Freistil-Test. Nachdem Nora am Dienstagabend zurück in die Universität musste, übernahm Sabine heute Abend und wird morgen und am Freitag beim Training dabei sein. Die AK 12 musste heute über 3 x 1000m ran: Kraul, beliebiger Wechsel und wieder Kraul. Im "Windschatten" unseres Langstrecken-Neumis hatte sich zur allgemeinen Verwunderung Luis festgebissen und blieb bis zum Ende dran. Die beiden legten die insgesamt drei Kilometer als Doppelgespann auf Bahn vier am Schnellsten von allen 25 Sportlern in der Gruppe zurück. Auch Angeline zeigte nach anfänglichem (typischen) Gemecker über die Langstrecke, dass sie auch dort ordentliche Ergebnisse abliefern kann. Mojo, Elias, Nick und Luca rundeten die gute Leistung in dieser Einheit ab und entschädigten damit für das gestrige Athletiktraining.

Am Abend gab es dann die Entscheidungsmöglichkeit zwischen Flutlicht-Fußball auf dem Kunstrasenplatz und Spielspaß in der Turnhalle. Die ganze Hainsberg-Görlitzer-Rabenbergcrew hatte sich etwa gleich auf beide Varianten aufgeteilt. Beim Fußball stand es am Ende 10:6 für die "gelben Hühner". In der Halle gab es nach Steh-Geh und Taxi Staffelspiele. Ende des Tages für die Sportler: 21:00 Uhr.

Morgen dann der letzte volle Tag auf dem Berg. Der Freitag ist in Sichtweite!

Es ist Donnerstag Abend, die Rabenberg-Bar ist wieder zur Redaktionsstube des Trainingslager-Blogs geworden und ich kann den letzten vollen Tag hier kurz zusammenfassen. Paula hat dankenswerterweise die Belange der AK 14+ erneut beleuchtet, dazu gibt es den vorigen Beitrag in diesem losen Tagebuch. Die Sonne ist inzwischen dem typischen Rabenberg-Nebel gewichen und die Temperaturen sind etwas gesunken.

Heute war noch einmal ein Tag voller Training. Für die AK 14 ging es wieder früh 6:30 Uhr los, dementsprechend waren die Gesichter am Morgen länger als die 50m-Bahn. Die 12er mussten ausnahmsweise erst um sieben zum Frühstück antreten. Und die AK 10 und jünger durfte auch etwas länger ausschlafen.

Die AK 12 durfte am Morgen den 4x50m-Lagenfolgetest vom Montag wiederholen, einige konnten sich auf jeder Teilstrecke verbessern (geholfen hat, dass auf der Kurzbahn geschwommen wurde), anschließend wurde die Delphin-Technik noch einmal wiederholt. Nach einer kleinen Basketball-Einheit vor dem Mittag ging es dann am Nachmittag auf der Langen Bahn nochmal über 4x100m Freistil. Hier waren dann die ersten Aufälle zu beklagen, im Vergleich sind in diesem Jahr aber alle ziemlich lange am Ball geblieben, sodass das Trainerteam da nicht allzu enttäuscht war. Im Test merkte man dann die Strapazen der letzten Tage, dennoch waren einige gute Leistungen dabei. Das veranlasste uns, die letzte Einheit in ein Staffel-Spaßtraining umzumünzen, in dem nochmal um jeden Meter gekämpft wurde, egal ob mit einem Bein aus dem Wasser bei Kraul und Rücken, mit einem Kegel auf dem Kopf oder beim Fußwärts-Schwimmen. Als schöner Nebeneffekt war heute dann auch das Eis zwischen den Hainsberger und Görlitzer Mädels gebrochen und beide stellten gegenseitig fest, dass die anderen doch ganz cool sind. Schade eigentlich, dass es nun morgen schon vorbei ist.

Die AK 10 absolvierte als Abschluss noch eine gruselige Nachtwanderung. Schreckeffekte durch urplötzlich im Wald gestartete Motorräder oder Katzengejammer über Lautsprecherboxen verfehlten ihre Wirkung nicht. Am Ende hatten sicherlich alle ein bleibendes Erlebnis des letzten Abends. Die AK 9 meisterte ihr letztes Training und hinterließ einen größtenteils sehr  zufriedenen Trainer Ludwig.

Noch kurz ein Wort zur AK 14: auf deren Programm standen abends die 60 x 50m Freistil. Die anfangs erwähnten langen Gesichter waren inzwischen wieder einem entschlossenen, motivierten Gesichtsausdruck gewichen. Mit lauter musikalischer Untermalung in der 50-Meter-Halle. Die Leistungen waren dementsprechend auch wieder sehr überzeugend und der Trainer zufrieden.

Soweit der letzte Volltages-Blogeintrag vom Berg. Morgen geht es nach dem Mannschafts-Finale etwa 13:30 Uhr mit dem Bus nach Hause, möglicherweise wegen Staugefahr abseits der ausgetretenen (Autobahn-)Pfade. Näheres morgen.

Der folgende Gastbeitrag wurde wieder von Paula verfasst. Danke, dass du für ein bisschen Abwechslung sorgst, Grinsebacke Numero 2.

Wiedermal sind auf dem Rabenberg zwei Tage vergangen und die Ak 14+ meldet sich wieder. Nachdem wir am Mittwoch früh um 7 Uhr noch eine Schwimmeinheit geschwommen sind, hieß es für einige von uns einmal die Kontrolle über 8 Sportler zu übernehmen. Um 10 fiel das Startkomando und alle Mannschaften stürzten sich motiviert an die 9 Stationen. Die Mannschaft von Tommy Lee (Görlitz) vergaß zwischendurch den Stationszettel und Tommy schickte einen 7 Jahre jüngeren wieder zurück, um den Zettel zu holen, was ihnen natürlich viel Zeit kostete. Zur selben Zeit lief das Team "Taube Nüsschen" (Teamleiter HP Baxxter) ganz entspannt von Station zu Station. Das Team "Happy Hippos" (Teamleiter Kraula) wurde straff von der Teamleiterin hin und her gescheucht, um eine schnelle Zeit zu bewältigen. "Zieges letzter Haufen" musste dem zickigen Ziegenbock hinterher galoppieren. Am Ende kamen alle Mannschaften heile und verschwitzt wieder an und gingen ganz gemütlich zum Mittag. 19 Uhr trafen wir uns auf dem Fußballplatz, um das traditionelle Fußballspiel weiterzuführen und ganz viel Spaß zu haben. Nach einem für manche erfolgreicheren Spiel, für andere eher weniger erfolgreich, verließen alle den Platz.

Im Zimmer 305 trafen sich wieder die Freitaler Stadtmusikanten, um ein wenig Musik zu machen und um den schiefen Gesaaang zu verbessern. Natürlich nutzten wir die Zeit bis 22:29, eine Minute danach befanden sich natürlich alle in ihren Zimmern und fielen halb tot ins Bettchen. Der nächste Morgen folgte so gleich. Alle waren sehr müde und die Motivation ging immer mehr den Bach runter. Außerdem warteten alle nur auf die entweder 3000m Kraul oder die 60×50m Kraul. Zum Glück haben uns die Trainer noch verschont und wir warten alle nur darauf, ein letztes Mal zu sterben. Nach unserem gemütlichen Frühstück ging es auch schon wieder in das Seminargebäude (was zum Glück nur 10 Meter von Haus 3 entfernt war) und wir durften uns unsere Starts und nochmal eine Rückenwende sowie eine Kraulwende angucken. Uli und Robert versuchten mit großer Mühe, uns weiterhin Tipps zu geben. Das Problem an der ganzen Sache war, dass uns allen beinahe die Augen zu gefallen sind und manches nicht so aufgenommen werden konnte, wie gewünscht. Danach hieß es nur noch schlafen, zum essen zu gehen und danach gleich wieder ins Bettchen zu fallen. Mit schweren Füßen ging es wieder in die Schwimmhalle, um das umzusetzen, was wir uns von den Videos gerade so noch merken konnten. Im Hintergedanken von uns allen war trotzdem immer nur "essen" und "schlafen".

Zum Schluss unseres Gastbeitrages noch ein paar Worte von und über die einzelnen Sportlern:

Äleina: "Ich vermisse meinen Kater."

HP Baxxter: "Hundevideos am morgen, lässt das Herz gleich wieder höher schlagen!"

Ziege: "Aus den Nuggets schmeckt man die Käfighaltung und die Eisenstäbe."

Maja: "So ein scheiß, es gab die ganze Woche kein Cordon bleu!!!!"

Ziege: "DJ Uli ist am Staaaaart!!"

Rhönrad: "Warum kann mich der Uli denn nicht leiden?"

Uli: "Dadurch das Paula keine Stimme mehr hat, sinkt der Lärmpegel sehr stark."

Anceee ist die geheime Technikprinzessin von unserem Lieblings Uli. Moritz muss sich nochmal genauer über seinen Style Gedanken machen und sich besser auf das Rabenbergwetter vorbereiten. Unser Aeneas schätzte die Gewichte im Kraftraum manchmal ein bisschen falsch ein, aber gab sich insgesamt sehr viel Mühe. Tom Brottka konnte wegen seiner Chlorallergie die Wassereinheiten nicht immer mitmachen.

Da ich (Paula) wegen Krankheit aussetzen musste, habe ich den Bericht in Namen von allen Sportlern der Ak 14+ verfasst. Damit verabschieden wir uns wieder. Eure "Sportler" der Ak 14+.

Nun ist der letzte Tag angebrochen. Für uns ging es noch einmal in das kühle Rabenbergwasser. Rhönrad, Tom, Aeneas und Moritz verpassten diese Einheit und sammelten dafür ein paar Striche ein. Obwohl sie nicht da waren, haben wir ein kleines Fotoshooting mit Tommy Lee gemacht und es sind wirklich schöne Fotos entstanden. Danach ging es zu unserem letzten Frühstück. Um 9 waren wir alle aus den Zimmern raus und von Uli gab es noch schnell ein Fazit über unser Training. Nach einem sehr positiven Resultat bewegten wir uns das letzte Mal in die Schwimmhalle, um unsere Teamwettkämpfe fortzusetzen. Natürlich folgte nach dem aufregenden Wettkampf das traditionelle Reinwerfen. Keiner wurde verschont und alle lagen zusammen in der kalten Brühe.

Das letzte mal Mittagessen wurde natürlich auch sehr genossen und alle kamen mit einem vollen Teller zu Tische. Die Ergebnisse der Wettkämpfe wurden von Ringolf Herzog verkündet. Spannend wurde es, als es hieß die Teams: "Happy Hippos", "Taube Nüsschen" und "Zieges letzter Haufen" sind noch übrig. Die Zähne zitterten und die Hände waren ganz nass, bis es fest stand. Unser Ziege hatte gewonnen, HP's Taube Nüsschen wurden zweiter und die Happy Hippos dritter Platz. Glücklich waren trotzdem alle, denn jetzt hieß es nur noch in den Bus einsteigen und nach Hause fahren.

Natürlich möchten wir uns noch dazu äußern, wie wir das Trainingslager empfunden haben. Als erstes mal ein paar positive Worte. Durch unsere zwei super Trainer (Uli und Rooobert) konnten wir die Trainingseinheiten sehr genießen und am aller wichtigsten, wir konnten sehr viel von ihnen lernen. Das kann man am besten an unseren Neulingen sehen. Natürlich hatten wir auch viel Spaß, was das Trainingslager zu einem der besten Ereignisse im ganzen Jahr macht. Mit den Görlitzern haben wir uns auch wiedermal sehr gut verstanden, besonders mit unserem Tommy, mit dem wir in nächster Zeit auch mehr unternehmen möchten. Außerdem machte uns das Essen, die Atmosphäre zwischen den Sportlern und der Zusammenhalt der Trainingsgruppe sehr glücklich. Es gab zum Glück keine wirklichen negativen Ereignisse, die uns im Hirn geblieben sind, deswegen lassen wir das mal aus. Also im Großen und Ganzen war es einfach nur wieder eine schöne neue Erfahrung. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr.

Eure "Sportler" der Ak 14+.

Dieser letzte Teil des Rabenberg-Blogs wird wieder aus der Heimat verfasst. Obwohl alle schon längst wieder zuhause angekommen sind und sicherlich schon ihre ganz eigenen Geschichten erzählt haben, möchte ich abschließend noch ein paar Worte verlieren.

Der heutige Tag begann wie jeder andere auch: Training am Morgen für die AKs 12 und 14+. Die AK 14 absolvierte ihr Abschlusstraining um eine halbe Stunde verkürzt ab sieben Uhr, während die AK 12 um 6:30 Uhr zu 100x25m Kraul mit Abgang 40 Sekunden antreten musste. Alle zogen durch, sogar Trainer Ringolf Herzog sprang mit ins Wasser und motivierte die Sportler während der letzten zehn Durchgänge. Sein Co-Trainer übernahm unterdessen den Job des Abgang-Anpfeifers (den Luxus mit je einer Schwimmeruhr an den Beckenenden gibt es eben nicht überall). Bei vier Reihen waren das 400 Pfiffe, was sich in langsam auftretender Kehlentrockenheit widerspiegelte. Das ist aber natürlich kein Vergleich zu den Sportlern im Wasser, die allesamt (ein Ausfall) im letzten Training nochmal mitzogen und so für einen gelungenen Trainingsabschluss sorgten. Anschließend wurde der bis dahin trocken gebliebene Trainer, unter anderem vom Hainsberger Moritz-Duo, noch standesgemäß ins Wasser verfrachtet.

Zum Frühstück um 8:00 Uhr stießen dann auch die einigermaßen ausgeschlafenen AKs 9 und 10/11 dazu. Etwas Eile war hier gefragt, denn um 9:00 Uhr mussten die Zimmer beräumt und grob gesäubert sein. Hier liegt es in der Natur der Sache, dass es Verzögerungen und kleine Problemchen gab, aber alles konnte zum Guten gewendet werden und niemand wurde im Schrank eingeklemmt vergessen (...oder doch?)

Als gemeinsamer Abschluss standen dann die Mannschaftsstaffeln der gesamten Truppe auf dem Plan. Hier wurde wieder in den Teams der Mittwochs-Schnitzeljagd gestartet, um am Ende einen Gesamtsieger ermitteln zu können. Je vier Sportler pro Gruppe absolvierten 4x25m Beine-Lagenfolge und 4x50m Gesamt-Lagenfolge. Aus der Zeitaddition der Beine- und der Gesamtstrecken wurden die Platzierungen ermittelt, die dann mit acht bis einem Punkt honoriert wurden. Hier zeigte sich nochmal geballter Teamgeist: alle gaben ihr (nach einer Woche Trainingslager noch erreichbares) Bestes, die übrigen Teammitglieder verwandelten die kurze Bahn zu einem richtigen Hexenkessel. Dadurch wuchsen einige sogar über sich hinaus: berichtet wurde von Sportlern der AK 10, die die 50m schneller schwammen als je zuvor im Wettkampf. Also: alles eine Frage der Motivation!

Nachdem die letzte Staffel angeschlagen hatte, ging es zum abschließenden Mittagessen. Danach wurde die gespannt erwartete Siegerehrung der Mannschaften durchgeführt. Gesamtsieger wurde (namensfalsifizierend) Zieges letzter Haufen, bestehend aus dem namensgebenden Ziege, Anselina, Nikki, Alina und Jolina sowie Vanessa, Amy, Klara und Carlos aus Görlitz. Herzlichen Glückwunsch!

Danach hieß es, Abschied zu nehmen. Die Görlitzer Sektion teilte sich auf ihre Kleinbusse auf und reisten eine gute halbe Stunde vor den Hainsbergern ab, die zusammen im Reisebus den Heimweg antraten. Nachdem sich die Auer Innenstadt etwas zickig bezüglich des Verkehrsflusses zeigte, ließ die A4 am Dreieck Nossen Milde walten und hinderte uns nur kurz an der Weiterfahrt. Am Ende wurde noch ein Hoch auf unser'n Busfahrer ausgegeben und wenig später lagen sich viele wieder mit den abholenden Eltern oder Geschwistern in den Armen.

Fazit: ein größtenteils sowohl aus sportlicher als auch menschlicher Sicht erfolgreiches Trainingslager liegt hinter uns. Von den Effekten können wir sicherlich in den nächsten Monaten zehren und bestimmt spiegeln sich die Ergebnisse auch im Becken wieder. Nächstes Jahr ist schon vorbestellt. Und noch ein persönliches Fazit: als erstmalig als Vollzeittrainer Mitgereister bin ich ziemlich begeistert, was wir da auf die Beine gestellt und wie gut alle mitgezogen haben. Wenn es die Umstände zulassen, nächstes Jahr gern wieder. Und danke natürlich auch an alle Leser dieses Tagebuchs und für den Zuspruch, den ich dafür schon erhalten habe.

Der letzte Dank gilt (einfach mal auch im Namen des Vereins) allen Trainern und Unterstützern, die diese Woche ermöglicht haben: Renate, Birgit, Uli, Ringolf, Robert, Nora, Sabine, Frosi, Ludwig, Tim und vor allem auch Jonas: DANKE!

Schüttelt euch die letzten Wassertropfen aus den Ohren!

Euer Trainer/Mannschaftsleiter/Zimmerkontrolleur/Blogautor/Klettergerüst,

Konrad

Trainingslager-Blog 2015

Berichte vom Rabenberg während des Trainingslagers im Oktober 2015

Es ist Sonntag Mittag. Schmuddelwetter am "Hains". Die Sportler kommen gemütlich um die Ecke. Das erste Kind weint schon, bevor die Autotür geöffnet wird. Freude kommt auf. Der Bus kommt. Die Sachen sind gepackt. Abfahrt Richtung Rabenberg. Die Freude der Eltern scheint größer als die eigene. Anreise ohne Zwischenfälle. Zimmerbezug gegen 15.30 Uhr. Keiner meckert, alle scheinen zufreiden mit der Zimmereinteilung. Freude steigt. Neun Görlitzer Sportler plus Maxi und Ringolf als Betreuer werden super in die Gruppe AK 12 integriert. Jack, mein Hund, überwacht das Einräumen der Zimmer. Fast alle freuen sich darüber. Wassertraining geht für die AK 12 und AK 15 schon 16 Uhr los. Meine AK 10 erhält eine Einweisung, Wie, Wo, Was, Wann gemacht werden soll. Komische Nachfragen kommen. Freude sinkt. Nach der Hälfte des ersten Wassertrainings hört auch das eine Kind auf zu wimmern. Wahrscheinlich keine Kraft mehr gehabt. Freude steigt sprunghaft. Abendessen nächstes Highlight. Freude am Siedepunkt. Unihockey-Spiel in der Turnhalle verletzungsfrei überstanden. FREUDE! Nachtruhe wie erwartet mit leichten Problemen. Jack zur Kontrolle hinzugezogen. Kind raus geholt, Strafe beim Trainer zu sitzen bis Ruhe ist. Mit Hund gekuschelt bis Tränen getrocknet waren. Gegen 22 Uhr dann alle am schlafen. Glaub ich. Viel zu kurze Nacht. Freude am Boden. 7 Uhr wecken, danach Frühstück. Alle glücklich. Training ohne Gewimmer und Probleme. Gymnastiktraining lief auch sehr gut. Trainer zufrieden. Mittagessen wurde zur Nudelparty. Mittagspause. Freude ganz oben. Anreise Doc Reichel. Bis jetzt nahezu arbeitslos. Lauf-ABC und 2 km Dauerlauf an frischer Luft. Wassertraining mit erstem Test. Verbesserung zu September bei allen deutlich. Freude überragend. Abendbrot um Energie aufzutanken. Fussballspiel zum Ende ohne Verletzung und mit richtig gutem Spiel. Tormaschiene Angeline. Nachtruhe 21.30 Uhr. Alle schliefen sofort. Training anscheint ausreichend. Freude grenzenlos.
Freudige Grüße SH

Der Wind klirrt kalt durch die eisigen Pforten der Schwimmhalle und jagt den zähneklappernden Sportlern der Badeparade AK 14+ einen Schauer über den Rücken. Jedes Jahr aufs neue freuen sich die großen Seepferdchen auf das Szenario und wiederum stehen jeden Tag aufs neue 5h Wasser und 3h Landtraining auf dem Programm. Wer da versucht, die Woche oder den Tag als Ganzes im Blick zu behalten, leidet schon aufgrund der täglichen Tests sehr bald an einer mittelschweren Depression, wer allerdings nur bis zum nächsten Essen denkt, hat gute Chancen, die Woche zu überleben. Dann heißt es nämlich wieder: Ausgewogen, gesund und in Maßen ernähren, eine Banane essen, um nicht schon beim morgendlichen Treppensteigen zu versagen und schließlich schön wahlweise das maximale Schlafpensum zu erreichen oder am MAU-MAU Tisch sein Glück gegen den allmächtigen Trainer zu versuchen. Die Montagabend Einheit wurde unglaublich, durch die obligatorische Motivationshobelbank berreichert - wer weiß eigentlich was unsere Laura alles in ihrem Schieber hat?- zumindest keine Gewichte, den die gesamte Gruppe bewältigte nicht einmal die 50 Klimmzüge-Challange, gestellt von unserem Trainer. Da heißt es nur: Mehr Erwärmen! Mehr Training! Dafür sind wir ja schließlich im Trainingslager.
Der Alterspräsident (Benjamin Sohr)

Heute (Mittwoch) haben wir unseren halben freien Tag. Die Hälfte ist also geschafft. Zeit wird es für etwas Ablenkung. Die letzten Tage waren anstrengend für meine AK 10. Drei Schwimmzeiten mussten gestern absolviert werden. Alle haben super mitgezogen. Generell muss ich sagen, dass die Gruppe dieses Jahr sehr gut harmoniert und es keinerlei Ausfälle wegen Krankheiten etc. gibt. Die Untersuchung bei Doktor Reichel bestätigte dies. Auch der Test am gestrigen Dienstag war erfolgreich. Die größte Verbesserung im Vergleich zu Juni erreichte Leon. In der letzten Einheit wurden noch mal Staffeln geschwommen, was die dritte Einheit des Tages gar nicht so schlimm werden lies. Heute durfte dann auch fast eine Stunde länger geschlafen werden und nach dem Frühstück geht es raus an die frische Luft zu einer GPS-Tour (altdeutsch Schnitzeljagt mit Computer). Gott sei Dank regnet es heute mal nicht. Nachdem Mittag und einer längeren Pause geht es dann aber nochmal in die Turnhalle und ins Wasser. Auch hier wird ein Test geschwommen. Heute Abend ist dann Freizeit angesagt. Angemietet ist auch der große Kunstrasenplatz. Sicher wollen da Ben-Erik, Tobi, Elias und Co. mit den Großen spielen. Mal sehen, ob sie dürfen.

Heute haben wir nach einem Jahr friedlicher Pause mal wieder die Fahrt auf den Rabenberg angetreten. Nachdem wir auf der Busfahrt noch das bevorstehende Übel verdrängen konnten, erwarteten uns nach der Ankunft bereits die ersten Trainingseinheiten, durch die wir wieder in die Realität zurückgeholt wurden.
Danach erwartete uns das langersehnte und allseits berühmte Rabenbergessen, auf das sich alle schon vorher gefreut hatten.
Nach diesem Lichtblick ging es dann nochmal in´s Wasser. Davor gab es noch eine Ansprache vom Trainer und Kuchen zur Stärkung, ohne den wir wahrscheinlich die Einheit nicht überstanden hätten.
Trotz der Stärkung fielen wir abends in die Betten. Jedoch nicht, ohne vorher noch Späße und lustige Geschichten zu teilen, wovon wir hoffentlich nach dem Trainingslager noch mehr haben werden. Darauf ein hochmotiviertes
STIMMUNG- EROTIK- FISCHBRÖTCHEN!

Nora, Anika, Saskia, Lunda

Die AK 12/13 macht sich wieder auf den Weg zum Rabenberg. Die Vorfreude steigt, denn auch dieses Jahr werden wir mit ein paar Freunden aus Görlitz zusammen die Tage im Trainingslager bestreiten.
Die Ankunft und der erste Tag verliefen reibungslos, alle waren hochmotiviert und mit Spaß dabei, viele strahlende Gesichter zauberten auch den Trainern die Sonne in´s Herz. Nach einem wirklich guten Abendessen ging es natürlich brav in die Heia. NATÜRLICH pünktlich zur Bettruhe.
Der zweite Tag sah da schon anders aus. Dreiviertel Sechs das schrille Klingeln des Weckers, dunkle Gestalten schleppen sich durch Nacht und Nebel an den Beckenrand, wo die bleichen Gesichter mit roten Augen auf die quälenden Worte der Trainer warten „Ab ins Wasser!“, die Uhr steht auf halb 7.
Danach das erlösende Frühstück. Wie sich herausstellen sollte: Zu wenig. Die ersten Ausfälle machen sich bemerkbar. Der Kreislauf will versorgt werden, da werden sich die Trainer wohl nochmal an Ernährungspläne setzen müssen und gute Fressraupen-Vorbilder sein müssen.
Trotz allem waren Ruckzuck alle wieder fit dank Schokolade, Krümeltee und Corny und es konnte weitergehen. Spannungsübungen und Spiel im Athletik, 8x100 Kraul-Test und weitere wirklich fordernde Programme wollten absolviert werden. Vielleicht schaffen wir eine Stunde ohne versehentlich ausgelösten Feueralarm, bei dem natürlich alle brav weiterschwimmen, denn im Wasser verbrennt es sich ohnehin schlecht. (Keine Sorge, es werden nur die Brandmeldeanlagen überprüft und dabei kommt es eben manchmal zu einem kleinen Bee-Doo-Bee-Doo-Terror :-P )
Auch die Technik-Aufnahmen sind im Kasten und ausgewertet, damit jeder weiß, worauf es für ihn diese Woche ankommt.
Nach einer Gute-Nacht-Geschichte von Mümmel und dem Halloween-Kürbis im Zimmer 805 ging auch der zweite Tag zu Ende. Jack hat auch allen noch einen Gute-Nacht-Schlabber-Kuss gegeben. Also keine Sorge liebe Daheimgebliebenen, für Liebe und Zuneigung ist bestens gesorgt.
Am dritten Morgen ging es zum Klettern, wo manche Sportler und auch die Trainer großes Talent bewiesen. Anderen dagegen schien die morgendliche Schwimmeinheit den letzten Rest an Motivation aus den Knochen gesogen zu haben.
Oh, ich sehe gerade, es ist halb 12. Tut mir leid liebe Eltern. Hier muss ich einen Punkt machen, denn Maxi hat Hunger und es gibt bald Mittag.
Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden!
Liebe Grüße vom nebelnassen Rabenberg senden euch eure AK12/13, Gläsi, Ringolf und Maxi

Die Schnitzeljagd war lustig. Drei Gruppen wurden gebildet und in Fünf-Minuten-Abständen los geschickt. Jedes Team erhielt einen GPS-Empfänger und sollte die ersten Koordinaten für die Kinderroute eingeben. Selbige sollte 3,5 km lang sein und ca. 1,5 h dauern. Es war die kürzeste von drei möglichen Routen. Mit jeweils einem Betreuer gingen 5 Kinder in den Wald. Der erste Checkpunkt wurde schnell gefunden. Zumindest von einer Gruppe. Die anderen zwei Gruppen rannten ca. 1,1km in den Wald und fanden dann auch irgendwann den gesuchten Checkpunkt. Nach Beantwortung der Frage wurde auch die nächste Koordinate eingegeben. Diese war dann ca. 4,9km weg. Eine von den beiden Gruppen bemerkte, dass hier wohl aus Versehen die längste Route abgelaufen wurde. Die andere nicht. Telefonieren im Wald klappt, zumindest wenn man ein Handy dabei hat. Keine Sorge, alle sind wieder heil nach Hause gekommen. Lustig war es allemal. Nur ein Sieger konnte nicht ermitteln werden. Nach dem Mittagessen und der Pause wurde dann nochmal Sport gemacht. Der 800m-Kraul-Test war auf dem Plan. Es lief besser als erwartet. Zur Belohnung erfolgte abends noch einmal eine Spielstunde. Der halbe Tag frei bekam aber anscheinend nicht allen Sportlern, einige dachten wohl, die Schlafzeit reduzieren zu können. Tischdienst, mit Abräumen für alle anderen Sportler den ganzen Tag gab es für das gesamte Zimmer. Die Testergebnise waren dementsprechend auch zum Teil mangelhaft. Aeneas schaffte es allerdings, sich über 4x50m Kraul um 46Sekunden in 1,5Monaten zu verbessern. Am letzten Abend wurden bereits die Taschen gepackt und nun schauen alle noch einen Film zum Abschluss. Morgen letzter Tag und Heimreise. VGH

Die AK12/13 hat sich eben zur Mittagsruhe begeben und es ist wieder Zeit für ein Update für euch.

Der Mittwoch verlief nach der Klettereinheit noch recht gediegen. Es gab noch eine zweistündige Wassereinheit nach der Mittagspause und einen Kraftkreis vor dem Abendessen. Nach dem Abendessen konnte sich die AK12/13 entscheiden zwischen einem Fußballspiel mit der großen Gruppe bei Flutlicht oder einer Spieleinheit in der Turnhalle. Josi, Paula, Adam, Max, Julius und Felix zeigten den Großen da mal, dass es gar nicht unbedingt schlecht sein muss, ein bisschen kleiner und flinker zu sein. Haben sich alle super geschlagen und im ganzen Spiel gab es überraschenderweise nicht einmal Verletzte ;-). Damit war der Tag auch schon vorbei. Mit einer Geschichte von „Kevin der Seegurke“ verabschiedeten sich die Mädels in´s Traumland und auch die Jungs fanden zeitig Ruhe.

Keine Gnade hieß es am nächsten Morgen. Trotz schmerzenden Gliedern begann der vorletzte Tag des diesjährigen Trainingslagers mit einer 90-minütigen Wassereinheit. Aber denkt nicht, diese wäre entspannt gewesen. Wir wollten unsere Sportler doch putzmunter bekommen, damit sie am vorletzten Tag noch einmal über sich hinauswachsen können. So begann der Tag mit 50x50m Kraul bzw. 40x50m Kraul für die etwas Kleineren. Alle haben sich tapfer geschlagen und sich das Frühstück wohlverdient. Nach dem Frühstück wurde Hannah vom SV Lok Görlitz verabschiedet, da sie heute zu den Deutschen Meisterschaften im Rettungsschwimmen nach Osnabrück fährt.

Danach ging es zur Dehnungseinheit, um die angestrengten Muskeln wieder in eine angenehme Form zu bringen. Da zeigte sich eindeutig, dass das Trainingslager nicht nur in Sachen Müdigkeit Spuren hinterlassen hat. Nach ein paar Schmerzen fühlte jedoch auch jeder, dass Dehnung einfach zu angenehm sein kann. Für die Görlitzer schloss sich eine Pause an, die Hainsberger statteten unserem Arzt Herrn Reichel einen Besuch ab. Alle top fit, kann also weitergehen wie bisher :-P

Nach der Mittagspause geht es wieder zwei Stunden in´s Wasser. Es wird ein 4x100m-Hauptschwimmart-Test geschwommen. Danach gleich noch eine Athletikeinheit, eine kleine Pause bis zum Abendessen und gleich nochmal in die Schwimmhalle. Vielleicht besuchen uns sogar Jeanine und Anke wieder im Wasser. Wir werden sehen.

Und weil die Trainer auch mal ein kleines Mittagsschläfchen brauchen, verabschiede ich mich hier.

Ich hoffe ihr genießt den vorerst letzten ruhigen Tag zu Hause. Morgen habt ihr eure Rabauken schon wieder. Ich glaube, die werden aber alle erstmal seeeehr gut schlafen!!!

Liebe Grüße vom sonnenbestrahlten Rabenberg von der Ak12/13, Gläsi, Ringolf und Maxi.